Chronik/Wien

Ein neuer Stadtteil für die Donaustadt

Wiens größter Bezirk hatte bisher eines der marodesten Bezirksämter der Stadt. Der Putz am Amtsgebäude auf dem Schrödinger Platz in der Donaustadt bröckelt ab, ebenso der Lack des Geländers vor dem Eingang. Und auch das Haus selbst strotz nicht gerade vor architektonischer Schönheit.

Aber das soll sich bald ändern. Denn gleich gegenüber des Donauzentrums bei der U1-Station Kagran im 22. Bezirk entsteht ein völlig neues Stadtviertel. „Vienna Twenty Two“ heißt das Projekt, das von der Signa und der Austrian Real Estate umgesetzt wird. Es will nicht weniger als die „neue Donaustadt“ sein.

Auf insgesamt 15.000 Quadratmetern werden sechs Gebäude in der Höhe von 27 bis 155 Meter errichtet. Davon zwei Hochhäuser, die diagonal zueinander positioniert werden, und vier mehrstöckige Häuser mit Flachdach.

Entstehen soll dort ein urbanes Stadtviertel mit Hotel, Büros, 600 Wohnungen (Miete und Eigentum), Lokalen und Nahversorgern. Um ausreichend Grün ist man bemüht.

Alle Inhalte anzeigen

Reisepässe und Hochzeiten

Und: Auch das Magistratische Bezirksamt samt Bezirksvorstehung wird in das neue Grätzel übersiedeln. Und zwar in einen 32 Meter hohen, achtstöckigen, goldenen Würfel mit 4.800 Quadratmetern Fläche.

Auch das Melde- und Standesamt werden dort untergebracht sein. Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy (SPÖ) freut sich: Der neue Stadtteil sei eine „Bereicherung“, nicht nur für Kagran, sondern für gesamte Donaustadt.

Laut Signa-Sprecher Ernst Eichinger wird das Amtsgebäude in der ersten Bauphase fertiggestellt – die Eröffnung ist für 2022 geplant. Das gesamte Bauprojekt soll dann ein Jahr später fertiggestellt sein.

Der Gemeinderat hat den Mietvertrag Ende der Woche genehmigt, dieser ist vorerst auf 15 Jahre befristet. Das Amtsgebäude auf dem Schrödinger Platz hat nicht so rosige Zukunftsaussichten: Es wird nach der Übersiedelung abgerissen.