27.03.2016
Papst gedenkt zu Ostern der Terroropfer
Der Pontifex spendete den traditionellen Segen vor einem Meer an Gläubigen.
Vor Zehntausenden Gläubigen und Touristen hat am Sonntag Papst Franziskus auf dem Petersplatz in Rom den Segen "Urbi et Orbi" (Der Stadt und dem Erdkreis) erteilt. Auf dem Platz hatte sich schon seit dem frühen Morgen eine riesige Menschenmenge versammelt. Anti-Terror-Einheiten und Spezialkräfte der Polizei überwachten das Gelände rund um den Vatikan.
Die Zeremonie auf dem Petersplatz ist mit einem Sündenablass für alle Menschen verbunden, die den Segen in gläubiger Haltung direkt in Rom aber auch im Radio oder Fernsehen verfolgen. Auch deshalb ist der Segen sehr populär. Bei der Veranstaltung gedachte der Papst auch der Terroropfer in der ganzen Welt.
Nach der Ostermesse begrüßte der Papst Belgiens Ex-König Albert II. und seine Frau Paola. Die beiden hatten den Heiligen Vater auch beim Kreuzweg vor dem Kolosseum am Karfreitag getroffen. Sie reisten drei Tage nach den Anschlägen in Brüssel in die Ewige Stadt. In der Nacht hatte Franziskus im Dom die Osterwache gefeiert. Dabei wurde in der Vorhalle der Kirche das Osterlicht entzündet und in den Petersdom gebracht. Der Papst taufte zwölf Erwachsene.
Für einen Schreckmoment sorgte am Petersplatz ein, der auf eine Laterne geklettert war. Er war mit einem Transparent auf den Mast gestiegen, um zu protestieren, wie italienische Medien berichteten. Er ließ sich von der Polizei zunächst nicht dazu bewegen, die Laterne wieder zu verlassen, und musste schließlich von den Sicherheitskräften weggebracht werden. Währenddessen fuhr Papst Franziskus im Papamobil über den Platz und grüßte die Pilger. Worum es dem Mann genau ging, war zunächst nicht klar.