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epa03837991 A handout picture provided by Tokyo Electric Power Co. (Tepco), shows Japanese Minister of Economy, Trade and Industry Toshimitsu Motegi (L) pointing to contaminated water storage tanks during his visit at the crippled Fukushima Daiichi Nuclear Power Plant in Okuma, northeast of Tokyo, Fukushima Prefecture, Japan, 26 August 2013. Tepco is struggling on containing highly-contaminated water leaking at its damaged plant in Fukushima. EPA/TEPCO / HANDOUT HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES © Bild: APA/TEPCO / HANDOUT
Japan
08.09.2013

Fukushima-Strahlung: Keine Lösung in Sicht

Das Problem des verseuchten Wassers "wird noch ein Jahrzehnt bestehen bleiben", sagt ein Atomexperte.

Der frühere Chef der US-Atomaufsichtsbehörde NRC, Dale Klein, hält eine schnelle Lösung für das radioaktiv verseuchte Wasser im zerstörten japanischen Kernkraftwerk von Fukushima für unmöglich. Das Problem "wird noch ein Jahrzehnt bestehen bleiben", sagte Klein im Nachrichtenmagazin Der Spiegel.

epa03837656 A handout picture taken on 23 August 2013 and provided by the Japan Nuclear Regulation Authority on 26 August 2013 shows makeshift storage tanks to store contaminated water at Tokyo Electric Power Co. (TEPCO) Fukushima Daiichi nuclear power plant crippled by tsunami following the massive earthquake in March 2011 in Okuma, Fukushima Prefecture, northeast of Tokyo, Japan. Japan's Nuclear Regulation Authority (NRA) members inspected storage tanks after the leak of the contaminated water from one of storage tanks was found on 19 August 2013. EPA/JAPAN NUCLEAR REGULATION AUTHORITY / HANDOUT HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES © Bild: APA/JAPAN NUCLEAR REGULATION AUTHORITY / HANDOUT
Jeden Tag muss die ehemalige Betreiberfirma Tepco rund 400 Tonnen hochbelastetes Kühl- und Grundwasser aus dem Gebäudekomplex an die Oberfläche pumpen und in mittlerweile mehr als 1000 Tanks zwischenlagern. Ein Leck an einem solchen Tank hatte kürzlich zum Austritt radioaktiven Materials und damit zu einem "ernsten Störfall" geführt.

Schwere Krise

Tepco taumle "von Krise zu Krise", offenbar sei die Firma dem Wasserproblem nicht gewachsen. Der Atomaufseher forderte Japan auf, "eine neue Firma zu gründen, die sich mit dem Wissen internationaler Experten um die Aufräumarbeiten kümmert".

Bei seinen zahlreichen Besuchen in Tokio will Klein festgestellt haben, dass sich die Vorbehalte der japanischen Regierung gegen ausländische Experten abschwächten. "In den nächsten Monaten", erwartet Klein, werde Japan Fachleute aus Europa und den USA um Unterstützung bitten. Klein - eigentlich als "unabhängiger Berater" von Tepco verpflichtet - hatte die Firma schon zuvor scharf kritisiert. "Sie wissen nicht, was sie tun", hatte Klein dem Tepco-Management kürzlich vorgeworfen. "Sie haben keinen Plan."

In der Atomanlage Fukushima war infolge eines Erdbebens und eines Tsunamis Mitte März 2011 das Kühlsystem ausgefallen, woraufhin es in mehreren Reaktoren zur Kernschmelze kam. Der Betreiber Tepco kämpft seither mit riesigen Mengen radioaktiv verseuchten Wassers, das zu Kühlungszwecken an den beschädigten Reaktoren eingesetzt worden war.

Fukushima