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epa03831248 (FILE) A file photograph showing a group wearing safety helmets and protective clothing monitor working at the Fukushima nuclear plant, Japan 12 June 2013 as TEPCO work on the removal of spent fuel from the plant's Unit 4 during the decommissioning process. According to media reports on 20 August 2013 about 300 tons of radioactive water leaked from storage tanks at a damaged nuclear power plant in Japan, the operator said. Tokyo Electric Power Co (TEPCO) said it had not identified the source of the leak at its Fukushima Daiichi plant, and conceded that the toxic water had likely flowed into the soil. EPA/Noboru Hashimoto / POOL © Bild: APA/Noboru Hashimoto / POOL
AKW
28.08.2013

Fukushima: Japan hob Gefahrenstufe an

Das Leck wurde auf Stufe 3 bewertet - das bedeutet einen "ernsten Zwischenfall".

Die japanische Atomaufsichtsbehörde NRA hat den Schweregrad des radioaktiven Lecks am Unglücksreaktor Fukushima hochgestuft. Auf der internationalen Störfall-Skala Ines werde er nun mit Stufe drei von sieben bewertet, teilte die Behörde am Mittwoch mit. Dies entspricht einem "ernsthaften Zwischenfall". Es ist das erste Mal seit der Kernschmelze nach dem Erdbeben und Tsunami im März 2011, dass Japan eine derartige Warnung ausgibt.Die Katastrophe von Fukushima hatte damals mit sieben die höchstmögliche Stufe auf der internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse Ines erhalten. Es war die schwerste Atom-Katastrophe seit dem Unfall im ukrainischen AKW Tschernobyl 1986.

Verseuchtes Wasser im Ozean?

Angaben des Betreibers Tepco aus der vergangenen Woche zufolge sind bereits 300 Tonnen hochradioaktives Wasser aus einem Lagertank ausgelaufen. Bisher ist unklar, seit wann das Leck besteht. Tepco bezeichnet es als möglich, dass kontaminiertes Wasser in den Pazifischen Ozean gelangt ist. Die Aktie des Atombetreibers stand auch am Mittwoch unter Druck. Sie ging mit einem Minus von knapp vier Prozent aus dem Handel.

Fukushima: Die Katastrophe in Zahlen

Bereits am Montag hatte die japanische Regierung angekündigt, Tepco mit Steuergeldern beim Kampf gegen atomar verseuchtes Wasser zu helfen. Nun ist das Industrieministerium angewiesen, entsprechende Maßnahmen zu erarbeiten. Im japanischen Haushalt sind für Naturkatastrophen und andere Notfälle umgerechnet 2,6 Milliarden Euro zurückgestellt.

Tepco steht wegen seines Krisenmanagements während und nach der Fukushima-Katastrophe heftig in der Kritik. Der Firma wird vorgeworfen, das Ausmaß der Katastrophe zu vertuschen und die Öffentlichkeit nur häppchenweise zu informieren.