Bombenserie erschüttert Golfstaat Bahrain
Seit 2011 herrscht Aufruhr im arabischen Königreich – jetzt wurden zwei Menschen in der Hauptstadt Manama bei Bombenanschlägen getötet.
Fünf Sprengsätze sind in Manama am Morgen detoniert – zwei asiatische Gastarbeiter sind dabei ums Leben gekommen, laut Polizei wurde ein dritter Arbeiter verletzt. Die Bomben seien primitiver Machart, so die Behörden. Die Polizei warnte die Bürger davor, auf der Straße "merkwürdig aussehende Gegenstände" zu berühren. Wer hinter den Anschlägen steckt, blieb zunächst unklar.
Demonstrations-Verbot
Der Golfstaat wird seit Februar 2011 von Protesten der mehrheitlich schiitischen Opposition erschüttert. Das arabische Königreich hat deshalb kürzlich mit einem Demonstrationsverbot darauf reagiert. Der Innenminister des Golfstaates, Scheich Rashid al-Khalifa, erklärte Ende Oktober, wer demonstriere oder zu Protestaktionen aufrufe, müsse künftig mit einer Anklage rechnen. Begründet wurde das Verbot mit "gesetzeswidrigen Handlungen" einiger Demonstranten in der Vergangenheit.
Inspiriert von den Protestwellen in Tunesien und Ägypten hatte sich im Februar 2011 auch die bahrainische Opposition erhoben. Seither demonstrieren Anhänger der mehrheitlich schiitischen Oppositionsbewegungen für Reformen. Dabei kommt es immer wieder zu Gewalt zwischen Demonstranten und der Polizei. Die von den Demonstranten geforderten Reformen würden die Macht des sunnitischen Herrscherhauses stark einschränken.