31.10.2013
Behörden und Eltern streiten um die kleine Maria
Tauziehen um das Roma-Mädchen: Die leibliche Mutter fordert ihr Kind zurück, die Zieheltern wollen Maria adoptieren
Das Ringen um das Schicksal des Roma-Mädchens Maria wird laut einer Anwältin noch lange weitergehen. „Es könnte Monate dauern“, sagte die Rechtsanwältin Marietta Palavra-Zafiriou. Die Juristin vertritt das griechische Roma-Paar, bei dem die etwa Fünfjährige in Griechenland gefunden wurde. Leibliche Mutter ist die Bulgarin Sasha Ruseva, 35.
Die Frau will Maria zurückhaben. Dies wollen auch die selbst ernannten Zieheltern in Griechenland, Christos Salis und Eletheria Dimopoulou. Die bulgarischen Behörden fordern indes die Rückgabe des Kindes an den bulgarischen Staat. Die griechische Justiz will in den kommenden Tagen entscheiden, ob Maria in Griechenland bleibt. Während Zieheltern, leibliche Mutter, Anwälte und Behörden streiten, harrt die kleine Maria in der Obhut einer Kinderhilfsorganisation bei Athen aus.
Mit Tränen in den Augen schrie die leibliche Mutter, die insgesamt zehn Kinder hat, im bulgarischen Fernsehen: „Ich will mein Kind zurückhaben.“ Sie habe aus finanzieller Not den Zieheltern das Kind überlassen. Doch auch die Zieheltern wollen Maria haben: Ja, sie hätten das Kind illegal aufgenommen. Sie hätten es aber lieb gewonnen und wollten es adoptieren.