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Bildung
12.04.2014

Schul-Sparpaket: Land hat kein Geld, um Folgen abzufedern

Oberösterreich kannkeine zusätzlichen Mittel für Schulen aufbringen, sagt Landesrätin Hummer.

Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) will in diesem Jahr 57 Millionen Euro in ihrem Ressort einsparen. Ein Großteil soll in der Verwaltung gehoben werden, doch auch die Schulen dürfte das Sparpaket hart treffen – etwa durch größere Klassen, weniger Gruppenteilungen und die Kürzung von Team-Teaching (zwei Lehrer unterrichten in den Hauptfächern) an den Neuen Mittelschulen.

Bildungslandesrätin Doris Hummer (ÖVP) lehnt die Pläne der Ministerin ab. "Ich bin nicht gegen Einsparungen, aber diese dürfen nicht auf Kosten der Schüler gehen." Bereits jetzt sei das Land gezwungen, jährlich fünf bis sechs Millionen Euro an Lehrerkosten aus der eigenen Tasche zu bezahlen, weil der Bund zu wenig Ressourcen zur Verfügung stelle. "Es ist nicht vorstellbar, dass Oberösterreich weiteres Geld in die Hand nimmt, um das Sparpaket abzufedern", stellt Hummer klar und fordert von Heinisch-Hosek einen runden Tisch mit den Bildungslandesräten und generell mehr Autonomie für die Schulen.

Auch beim PISA-Test, den sie unbedingt durchführen will, wartet Hummer noch auf eine Antwort aus Wien: "Alles, was ich bisher gehört habe, kommt mir wie eine Ausrede vor."