Terror in Brüssel: Kein Österreich-Bezug bei Attentätern

Brüder El Bakraoui hatten Verbindung zu Paris-Attentäter Abdeslam, der im Vorjahr mit Komplizen durch Österreich gereist war.
Ein österreichischer Polizist mit einem Gewehr in einem belebten öffentlichen Raum.

Bei den beiden identifizierten Urhebern der Terroranschläge in Brüssel vom Dienstag, Khalid und Brahmin El Bakraoui, besteht nach aktuellem Ermittlungsstand "kein Österreich-Bezug". Das teilte Innenministeriumssprecher Karl-Heinz Grundböck am Mittwoch mit.

Es gebe keine "Übereinstimmung", so Grundböck auf die Frage, ob es sich bei den Brüdern El Bakraoui um die beiden Komplizen handeln könnte, die mit dem Hauptverdächtigen der Pariser Attentate vom 13. November, Salah Abdeslam, durch Österreich gereist sind. Am 9. September waren drei Männer an der österreichisch-ungarischen Grenze aufgetaucht und wurden in Oberösterreich kontrolliert. Abdeslam war am Freitag in Brüssel festgenommen worden. Bei den Anschlägen in der belgischen Hauptstadt am Dienstag wurden 30 Menschen getötet und mehr als 200 verletzt.

Wien-Brüssel-Flüge fallen weiter aus

Nach dem Terroranschlag fallen nach dem Annullierungen von Dienstag indes auch am Mittwoch alle Flüge von Wien in die belgische Hauptstadt aus. Die Austrian Airlines (AUA) und Brussels Airlines (beide Lufthansa-Konzern) streichen jeweils drei Hin- und drei Rückflüge. Es werden also insgesamt 12 Verbindungen gecancelt, sagte ein Flughafen-Wien-Sprecher am Dienstag.

"Wir empfehlen allen Reisenden, sich bei den Fluglinien über den Status ihres Fluges zu erkundigen. Der Flughafen wird diese Informationen auch auf seiner Homepage veröffentlichen", so der Sprecher.

Der durch den Terroranschlag schwer beschädigte Brüsseler Airport Zaventem soll noch am Mittwoch geschlossen bleiben. Ob es am Donnerstag wieder Flüge von Wien nach Brüssel geben wird, entscheiden die Airlines am Mittwoch.

Bewaffnete österreichische Polizisten patrouillieren in einem Flughafenterminal.

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Ein Polizist führt einen Schäferhund mit Maulkorb in einem öffentlichen Gebäude.

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Ein Mann in einem weißen Hemd, der nachdenklich seine Hand an sein Gesicht hält.

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Eine Anzeigetafel mit Flugverbindungen nach Stuttgart, Köln, Kopenhagen und Brüssel.

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Ein Polizist fährt auf einem Elektrofahrzeug durch einen Flughafen.

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Zwei Polizisten gehen in einem Flughafen entlang.

Flughafen Schwechat, Sicherheit…
Ein Sicherheitsbeamter auf einem Segway im Terminal eines Flughafens.

FLUGHAFEN WIEN-SCHWECHAT
In einem Flughafenterminal gehen Menschen umher, darunter auch bewaffnete Polizisten.

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Ein Sicherheitsbeamter kontrolliert einen Passagier am Flughafen.

Zwei Polizisten gehen in einem Gebäude auf ein Tor zu.

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Im Bahnverkehr von und nach Brüssel sind am Mittwoch nach den tödlichen Terroranschlägen noch Züge ausgefallen. So wurde in der Früh ein Thalys-Schnellzug nach Paris gestrichen, wie am zentralen Bahnhof Gare du Midi festzustellen war.

Der Hochgeschwindigkeitszug nach Köln verkehrte hingegen, ebenso wurde der Bahnverkehr in die Niederlande wieder aufgenommen. Der erste internationale Zug, der Thalys, fuhr um 7.00 Uhr aus Amsterdam ab, teilte ein Sprecher der niederländischen Bahn mit.

Alle weiteren internationalen Züge würden planmäßig fahren. Sie würden allerdings nicht am Brüsseler Flughafen Zaventem halten. Auf den niederländischen Bahnhöfen, an denen die internationalen Züge halten, wurden die Sicherheitsmaßnahmen verschärft. Schwerbewaffnete Polizei wurde eingesetzt.

Reisende mussten in Brüssel am Gare du Midi allerdings viel Geduld aufbringen müssen. Wie an anderen Bahnhöfen war nur ein Eingang geöffnet. Die Polizei war stark präsent. Grundsätzlich sollte der Schienenverkehr am Mittwoch nach Angaben der belgischen Bahngesellschaft SNCB-NMBS wieder weitgehend normal laufen.

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