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(Symbolbild) © Bild: APA/HERBERT NEUBAUER
Steiermark
23.03.2016

Pfeffersprayeinsatz gegen Ladendieb traf 16 Unbeteiligte

Luftzug beförderte den Sprühnebel ins Innere eines Baumarktes in Seiersberg bei Graz.

Durch den missglückten Pfeffersprayeinsatz einer Detektivin sind am Dienstag in einem Baumarkt in Seiersberg bei Graz 16 Menschen in Mitleidenschaft gezogen worden. Dies teilte die Landespolizeidirektion am Mittwoch mit. Die Frau wollte beim Ausgang einen flüchtenden Ladendieb stoppen. Der Sprühnebel zog jedoch ins Gebäudeinnere. Der Dieb konnte im Tumult entkommen, stellte sich aber später.

Dieb wehrte sich mit Gewalt

Die 32-jährige Kaufhausdetektivin hatte in der Früh in dem Baumarkt beobachtet, wie ein 51-jähriger Leitungsschutzschalter in seine Jacke steckte und das Geschäft ohne zu bezahlen verlassen wollte. Nach dem Kassenbereich sprach sie den Mann an und wollte ihn aufhalten. Der Mann versetzte der Frau jedoch einen Schlag gegen die Brust, trat ihr gegen das Bein und rannte davon.

Die Detektivin setzte ihren Pfefferspray ein, der jedoch durch den Luftzug der offenen Tür den Beschuldigten verfehlte und ins Innere des Baumarktes zog. Dadurch wurden insgesamt 16 Personen - Kunden und Mitarbeiter - beeinträchtigt. Vier Personen wurden im Krankenhaus ambulant behandelt. Damit nicht genug - die hohe Konzentration des Sprühnebels löste laut Polizei einen "Gasalarm" aus, weshalb die örtliche Feuerwehr anrückte.

Der Dieb entkam - ohne Beute und Auto

In dem Durcheinander machte sich der Dieb davon, ließ allerdings die Beute fallen und auch sein Fahrzeug am Parkplatz zurück. Die Polizei fand in dem Wagen weiteres Baumaterial von vorherigen Diebstählen aus dem Markt. Eine sofort eingeleitete Fahndung verlief erfolglos. Am späten Nachmittag tauchte der 51-Jährige dann allerdings auf der Polizeiinspektion Seiersberg auf. Er gab an, dass er sich nach Rücksprache mit seinem Anwalt stellen wolle. Er wurde in die Justizanstalt Graz-Jakomini eingeliefert.