Nach Lawinendrama wird gegen Skiführer ermittelt
16-jähriger Brite verstarb noch an der Unfallstelle, sein 51-jähriger Vater erlitt bei dem Unglück schwere Verletzungen.
Die Polizei hat am Mittwoch die Lawine besichtigt, die am Dienstag im Gemeindegebiet von Lech einen 16-Jährigen Briten in den Tod gerissen hat. Gegen den Skiführer, der den Jugendlichen, einen seiner Drillingsbrüder und seinen 51-Jährigen Vater begleitet hat, wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Bei dem 39-Jährigen soll es sich um einen erfahrenen Guide aus Lech handeln.
Er hatte die Gruppe im Bereich Madloch im freien Skiraum geführt, als sich die Lawine löste. Der 39-Jährige wurde von den Schneemassen ebenfalls erfasst, aber nur leicht verletzt. Der 16-Jährige wurde derart tief verschüttet, das er trotz schnell angelaufener Hilfe nur noch tot geborgen werden konnte. Sein Bruder blieb unverletzt. Der Vater liegt mit Frakturen im LKH Feldkirch.
Langjährige Gäste
Die Mutter und einer der Drillinge waren bei der Tour nicht mit dabei. Die Familie war schon öfter in Lech zu Gast. „Sie wird von einem Kriseninterventionsteam betreut. Die Hoteliersfamilie kümmert sich ebenfalls um sie“, sagt Ludwig Muxel, der Bürgermeister des Skiorts. Entgegen anderslautender Meldungen englischer Medien seien Touren im Bereich der Unglücksstelle nicht verboten.