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Ein Lawinenwarnschild in St. Christoph am Arlberg (Archivbild) © Bild: APA/Barbara Gindl
Vorarlberg
17.12.2013

Vater und Sohn von Lawine verschüttet

Tourengeher waren in Lech im freien Gelände unterwegs. Für den Sohn kam jede Hilfe zu spät.

In Vorarlberg gab es am Dienstag den ersten Lawinentoten der Saison. Eine geführte Gruppe aus England war in Lech am Arlberg im freien Skigelände unterwegs, als sie plötzlich von einer Lawine überrascht wurde. Drei Personen, darunter ein Vater und sein Sohn, wurden unter den Schneemassen begraben. Der Vater erlitt einen Arm- und Beinbruch, konnte sich aber selbst befreien. Für den Jugendlichen kam jede Hilfe zu spät - die Ärzte konnten nur noch seinen Tod feststellen.

Der Skiführer wurde ebenfalls verschüttet, er wurde von den Einsatzkräften ausgegraben, so die Polizei. Die vier Skitourengeher - der Vater mit seinen zwei Söhnen und ihr Skiführer - waren im Bereich Madloch/Fauler Stock im freien Skigelände unterwegs, als sich gegen 13.15 Uhr die Lawine löste.

Zur Betreuung der Angehörigen wurde das Kriseninterventionsteam eingeschaltet. An der Suchaktion waren neben der Pistenrettung und der Bergrettung Lech auch zwei Hubschrauber beteiligt.

Gefahr auch bei geringer Warnstufe

Zum Unglückszeitpunkt herrschte in Lech am Arlberg Lawinenwarnstufe 1, also geringe Gefahr. Andreas Pecl von der Landeswarnzentrale erinnert daran, dass sich auch bei Stufe 1 durchaus heikle Situationen ergeben können, etwa aufgrund der Höhe, wegen des steilen Geländes oder durch Verwehungen. Wintersportler müssten Gefahrenstellen individuell an Ort und Stelle prüfen. Den aktuellen Fall könne er nicht beurteilen, man wolle sich die Situation an der Unglücksstelle aber in den nächsten Tagen genauer ansehen.