Felbertauern: Straße erst Ende September fertig
Nach dem Geröllsturz müssen sich Pendler und Betriebe weiter gedulden.
Am Felbertauern in Osttirol scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Buspendler wandern weiterhin zu Fuß über ehemalige Rodelstrecken, Tourismusbetriebe warten vergeblich auf Gäste. Seit dem massiven Felssturz Mitte Mai ist die Lebensader der Region gekappt. Nun gibt es die nächste Hiobsbotschaft: Die schwer beschädigte Alpenstraße bei Matrei kann erst Ende September wieder in Betrieb gehen. Aber selbst das ist nicht fix.
Die Beschaffenheit des Fahrbahnaufbaus ist nämlich noch nicht abzusehen, sagten die Verantwortlichen der Felbertauernstraßen AG in Osttirol am Montag. Sollte sich jedoch herausstellen, dass an der Hauptstraße auch der "bergseitige Teil" des Fahrbahnaufbaus schwerbeschädigt wurde, könne es laut Poppeller auch zu Verzögerungen kommen.
Ersatzstraße öffnet Ende Juli
Die von der Landesregierung angekündigte Realisierung einer Ersatzstraße unterhalb der Hauptstraße soll jedoch wie vorgesehen bis Ende Juli über die Bühne gehen. Voraussetzung dafür, dass die Ersatzstraße mit Ende Juli in Betrieb gehen könne, sei, der rasche Abschluss der behördlichen Verfahren. Der Vorstandsdirektor rechnete dabei mit rund eineinhalb Monaten Bauzeit.
Am 14. Mai waren rund 35.000 Kubikmeter Geröll und Fels auf die Felbertauernstraße gestürzt. Dabei wurde eine Lawinengalerie auf einer Länge von 95 Metern komplett zerstört. Zunächst war nicht ausgeschlossen worden, dass es Verschüttete gibt. Bei der Polizei gingen bisher jedoch keine Vermisstenmeldung ein.