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Die Spürhunde der Polizei fanden neuerlich keine Hinweise auf Brandbeschleuniger © Bild: /Neumayr/Leo
Serien-Brandstiftung
21.03.2016

Erneut Feuer in Salzburger Wohnhaus

Bereits acht gelegte Brände. Emittlungen konzentrieren sich auf Bewohner und Umfeld.

Die Brandserie in einem Wohnhaus im Salzburger Stadtteil Gnigl nimmt kein Ende. Am Sonntag gegen 20.40 Uhr wurde in einem Vorhaus erneut Feuer gelegt. Ein Unbekannter hatte Kleidung angezündet, der Hausmeister bemerkte den Brand aber rechtzeitig und konnte die Flammen mit Wasser löschen. Verletzt wurde niemand. Insgesamt brannte es seit der Nacht auf 16. März in dem Haus bereits acht Mal.

"Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren", sagte Polizeisprecherin Irene Stauffer am Montag. "Zuletzt ist auch der Streifendienst um das Objekt verstärkt worden." Noch in der Nacht hätten Brandermittler und die Spurensicherung ihre Arbeit aufgenommen. "Es gibt noch keinen konkreten Tatverdacht, wir konzentrieren uns derzeit aber auf die Hausbewohner und ihr Umfeld."

Wie Stauffer sagte, wurde bisher in keinem einzigen Fall ein Brandbeschleuniger wie Benzin verwendet. Auch die Zimmer blieben nach den Bränden bewohnbar, der Sachschaden dürfte sich in Grenzen halten. "Verletzt wurde bisher noch niemand, allerdings mussten am Mittwochabend vier Bewohner mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung zur Kontrolle ins Krankenhaus gebracht werden. Sie konnten aber in derselben Nacht schon wieder zurück in das Haus, ihre Werte waren in Ordnung."

Brandserie seit Mittwoch

Erstmals hatte der Unbekannte in der Nacht auf vergangenen Mittwoch zugeschlagen und leere Plastikflaschen unter einer Kellerstiege angezündet. Ein Hausbewohner konnte das Feuer rasch löschen. Kurz darauf wurde die Feuerwehr erneut gerufen, weil der Abstellraum im Erdgeschoß brannte. Auch dieses Feuer wurde rasch gelöscht. Während die Feuerwehr noch im Haus war, wurde im zweiten Stock des Stiegenhauses erneut ein Brand entdeckt. Dieses Mal standen Plastiksäcke mit Müll in Flammen.

Lange zur Ruhe kamen die Bewohner aber auch danach nicht. Bereits am Mittwochabend brannten vor dem Haus Müllreste. Der Abfall war nach dem Feuer in der Vornacht vor dem Haus deponiert worden. Ein Bewohner alarmierte die Polizei und konnte das Feuer mit einem Gartenschlauch selbst löschen. Rund eine Stunde später qualmte es dann aus dem Dachstuhl. Als die Feuerwehr eintraf, hatten sich bereits Teile des Dachstuhls entzündet. Die sechs Bewohner wurden von der Polizei evakuiert, die Feuerwehr konnte mit schwerem Atemschutz und mit Hilfe einer Drehleiter den Brand rasch eindämmen.

Nach zwei ruhigen Nächten schlug der Brandstifter in der Nacht auf Sonntag erneut zu. Gegen 3.30 Uhr brannte in einer Abstellkammer auf dem Dachboden - offenbar eine Waschküche - ein Kunststoffbehälter mit Kleidung. Kaum war das Feuer gelöscht, musste die Feuerwehr um 6.00 Uhr nochmals zu dem Haus ausrücken. Diesmal brannte in einem unbewohnten Zimmer eine Matratze.