Chronik/Oberösterreich

Fliegerbombe in Linz gesprengt

Die Linzer Polizei wollte ganz sicher gehen. Die für Dienstag, 10 Uhr, angekündigte Sprengung einer 250 Kilo schweren Fliegerbombe in den Traunauen südlich von Linz verzögerte sich um etwas mehr als eine halbe Stunde.

Sorgfältig kontrollierte ein Polizeihubschrauber mit einer Wärmebildkamera das Sperrgebiet. Eine Person und ein Autofahrer waren kurz vor dem Sprengungstermin noch in der Nähe angetroffen worden. Die Exekutive wollte ganz sicher gehen, dass sich kein Camper, Fischer oder Schaulustige in der Gefahrenzone befanden. In den Siedlungen in der Sicherheitszone wurden die Menschen aufgefordert, in den Häusern zu bleiben. Gut ein Dutzend Straßenzüge wurden für den Verkehr gesperrt.

Alle Inhalte anzeigen
Doch dann kamen die vielen Schaulustigen auf der Traunbrücke in Linz Ebelsberg und rund um das ein Kilometer große Sperrgebiet um die Fundstelle der Bombe auf ihre Kosten.
Alle Inhalte anzeigen
Vom Funkgerät des Polizisten, der bei der Traunbrücke das Sperrgebiet absicherte, war zu hören, wie die Sekunden bis zur Sprengung herabgezählt wurde. Bei Null war ein satter und gewaltiger Explosionsdonner zu hören. Dann stieg mit deutlicher Verzögerung eine mächtige Wolke mit Rauch und Staub in die Höhe.
Alle Inhalte anzeigen
140 Kilo Sprengstoff, die sich in dem Kriegsrelikt befanden, verfehlten ihre Wirkung nicht. Die Dutzenden Menschen auf der Traunbrücke waren hörbar beeindrückt. „Bis du deppert“, meinte ein Bursch. Ein Kleinkind fing nach dem lauten Donner zu weinen an.
Alle Inhalte anzeigen
Nach ersten Informationen der Polizei war die Sprengung erfolgreich. Es soll zu einem leichten Schaden an einem Haus und zwei Pkw gekommen sein. 150 Beamte waren an dem Großeinsatz beteiligt.
Alle Inhalte anzeigen Alle Inhalte anzeigen Alle Inhalte anzeigen Alle Inhalte anzeigen Alle Inhalte anzeigen