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Seppy und die Teddys

© Bild: Linzer Puppentheater
Linzer Puppentheater
13.10.2019

Du bist genau richtig so wie du bist

Wulliwu, der Teddybär. Von Christa Koinig, der künstlerischen Leiterin des Linzer Puppentheaters.

Kasperl und ich haben vergangenes Wochenende für ganz viele Kinder unsere neueste Geschichte „Wulliwu, der Teddybär“ gespielt. Aber leider waren auch viele kleine Besucher da, die keine Eintrittskarten mehr bekommen haben, und das tut uns dann immer sehr leid. Für alle, die keinen Platz mehr gefunden haben, erzähle ich heute ein Stückerl aus dieser Geschichte. Wullliwu, der rosarote handgestrickte Teddy, wurde von den anderen Teddys gehänselt, weil er anders ist, und darüber war er scheinbar traurig und ist weggelaufen.

Alle waren traurig

Und dann war wieder Tante Agathe traurig, weil er verschwunden war. Das geht aber wirklich nicht, dass bei uns im Kasperltheater alle traurig sind. Ich kann euch beruhigen, das Traurigsein hat nicht lange gedauert. Denn unser Wulliwu ist nicht irgendwo hingelaufen, sondern direkt zum Teddybärenfest, zur Wahl vom Superteddy.

Kann nicht Tanzen

Es waren ganz viele interessante, schöne, lustige und wertvolle Teddys da und haben gezeigt, was sie können. Aber gesiegt hat dann doch unser Wulliwu. Und weil ich bei diesem Fest der Ansager war, kann ich euch sagen, warum das so war. Wulliwu hat gemeint, er kann nicht singen oder tanzen und auch sonst eigentlich nicht viel. Da hab’ ich zu ihm gesagt, „mach dir keine Sorgen, ob die anderen dich mögen und versuche nicht jemand zu sein, der du gar nicht bist. Sei einfach du selbst. Du bist wunderbar, freu’ dich daran, du selbst zu sein! Du bist genau richtig, so wie du bist.“

Wulliwu zum Sieger gewählt

Und stellt euch vor, die Kinder im Publikum haben ihn zum Sieger gewählt. Wulliwu hat sich sehr gefreut, aber er wollte dann unbedingt so schnell wie möglich wieder heim zu den anderen Teddys. Ob er ihnen denn nicht böse ist, hab’ ich ihn gefragt. Da hat Wulliwu etwas ganz Gescheites zu mir gesagt. „Wenn du aufhören willst, dich selbst zu verletzen, musst du deinen Ärger loswerden und stattdessen liebevoll werden. Wenn du andere hasst, wirst du selbst unglücklich. Aber wenn du andere liebst, sind alle glücklich.“

Autorin Christa Koinig und ihr Seppy

© Bild: Privat