Chronik/Niederösterreich

Ybbsfeld : Antrag für Kraftwerk noch im Jänner

An die drei Dutzend verwegene Badefans und Naturschützer gingen am Dreikönigstag zum Zeichen des Protests in der eiskalten Ybbs baden.  Mehrere hundert Schaulustige feuerten sie dabei an. Die vom Umweltverein Pro Ybbs organisierte Aktion war zugleich der Auftakt für die „heiße Phase“ des Widerstandes gegen  geplante Kraftwerksprojekte des NÖ Energiekonzerns EVN im Unterlauf der Ybbs. „Der WWF, Fischer   oder der Verein ,Rettet die Ybbsäsche’  haben uns  bei der Aktion unterstützt“, berichtet Pro-Ybbs-Sprecher Gerald Mevec.

Mit dem eisigen Schauspiel im nur vier Grad kalten Wasser schickte der Verein auch Protestnoten an Umweltgemeinderäte und Bürgermeister des Ybbstales aus. „Das war erst der Anfang. Wir wissen, dass demnächst ein Kraftwerk bei den Behörden eingereicht wird“, erklärt Mevec. Kernbotschaft der Naturschützer ist weiterhin die Gefährdung  der Tier- und Pflanzenarten, sowie der Schutz des Natura-2000-Gebiets, in dem die neuen Staustufen geplant sind.

Für EVN-Sprecher Stefan Zach sprechen diese Argumente keineswegs gegen die Kraftwerksprojekte.  Noch im Jänner werde man den ersten Behördenantrag für das geplante Werk unterhalb der Hohen Brücke zwischen den Gemeinden St. Georgen und Ferschnitz stellen, kündigt er  an. „Wir wollen den Naturzustand nicht verschlechtern, sondern verbessern“, sagt  Zach. Die  offene Kommunikation mit der Bevölkerung   wolle man aufrechthalten, versichert  er.

Für 19. Jänner (19 Uhr) hat die EVN zur Information der Bürger aus St. Georgen, Ferschnitz, Blindenmarkt und Euratsfeld ins Sicherheitszentrum nach  St. Georgen eingeladen.