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© Bild: /Umdasch Group
Amstetten
04.07.2016

Umdasch-Group blieb 2015 auf Erfolgskurs

Schalungsbau der Doka-Group fuhr satte Gewinne ein. Landebauproduktion der Shopfitting-Group wird aus Amstetten abgezogen.

Steigende Gewinne und Umsätze hat die Umdasch Group AG mit Sitz in Amstetten für das Jahr 2015 erzielt. Der Umsatz ist 2015 um knapp elf Prozent auf 1,215 Milliarden Euro gestiegen, der Jahresüberschuss um 15 Prozent auf 54 Millionen Euro. Die offensive Expansionspolitik der Schalungstechnik-Gruppe Doka ließ den Konzern mit derzeit weltweit 7329 Mitarbeitern seit 2010 um ein Drittel wachsen.

Der Doka-Umsatz beträgt mittlerweile mehr als eine Milliarde des Konzernumsatzes. Beim zweiten Standbein, der Ladeneinrichtungssparte Shopfitting Group, stieg der Umsatz 2015 um zwei Prozent. Die Konzernführung kündigte aus wirtschaftlichen Gründen nun in diesem Bereich eine Umstrukturierung an. Denn die Produktion von hochwertigen Fashion- und Lifestyle-Läden wird mit Jahresende in Amstetten eingestellt. „Stattdessen installieren wir in Amstetten eine neue Logistik-Drehscheibe für Shopfitting“, sagt Konzernsprecherin Evi Roseneder. Während die Ladenbaurichtung für Supermärkte gut im Geschäft sei, bleibe die in Amstetten produzierte Fashion-Linie für den Premium-Bereich ein Sorgenkind der Gruppe, erklärte Roseneder.

© Bild: /Umdasch Group
Gespräche Knapp 90 Mitarbeitern wird angeboten, als Monteure im neuen „Logistikhub“ oder in anderen Bereichen, etwa auch bei der Konzern-Schwester Doka, einen anderen Job anzunehmen. Roseneder: „Mit jedem Mitarbeiter wird es Gespräche geben, die jetzt starten.“
Etliche Betroffene haben schon angekündigt, in die steirischen Shopfitting-Produktionsstandorte Leibnitz und Gleinstätten zu übersiedeln, wo die Lifestyle-Möbel künftig produziert werden sollen. Dort sind derzeit 500 Mitarbeiter beschäftigt, es ist ein weiterer Ausbau geplant.
Amstettens Shopfitting-Mitarbeiter haben vor zwei Jahren für Lohnkürzungen abgestimmt, damit die Produktion gehalten werden kann. Jene, die jetzt kein Jobangebot annehmen, bekommen das eingesparte Geld rückwirkend ausbezahlt.

Zukunftsmärkte Das Wachstum bei Doka ist vor allem auf die Entwicklungen in den USA und im Mittleren Osten mit einem überdurchschnittlichen Wachstum zurückzuführen. Das größte Wachstumspotenzial bietet die Region East Asia Pacific mit Märkten wie China, Indien oder Australien, in denen die Doka Group mit geringem Marktanteil noch am Anfang steht. In Europa hat sich die Region Westeuropa für den Schalungsspezialisten ausgezeichnet entwickelt, während die Entwicklung in Ost- und Südosteuropa weiter stagniert hat.

Die Zahl der Mitarbeiter im Konzern stieg 2015 um 32 auf 7.329 Beschäftigte. In Österreich sind davon 2613 beschäftigt.
Für 2016 plant Umdasch die Fortsetzung des Wachstumskurses. Nach dem ersten Quartal sei man mit einem Zuwachs von 5,6 Prozent voll im Kurs, heißt es aus der Konzernführung.