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© Bild: Gilbert Weisbier
Niederösterreich
18.12.2013

Nächster Mord-Alarm: Leiche exhumiert

Ein 85-Jähriger setzte eine Unbekannte als Erbin ein. Die Nichte schlug Alarm.

Nach dem Giftmord-Verdacht im burgenländischen Nickelsdorf, wo ein 78-Jähriger auf mysteriöse Weise ums Leben kam und eine Pflegerin ins Fadenkreuz der Ermittler geraten ist, schrillen nun auch in Niederösterreich die Alarmglocken. Am Montag wurde nach wochenlangen Ermittlungen am Friedhof in der Gemeinde Gedersdorf am Kamp (Bezirk Krems-Land) die Leiche des 85-jährigen Robert R. exhumiert. Die Nichte des Pensionisten hat den Fall im Herbst dieses Jahres ins Rollen gebracht, nachdem sie Vermutungen geäußert hat, dass ihr Onkel womöglich vergiftet wurde. Ermittelt wird gegen eine 42-jährige gebürtige Iranerin, die der Verstorbene als Alleinerbin seines kleinen Vermögens (Eigentumswohnung und Sparbücher) eingesetzt hat.

Der Tod von Robert R. in seiner Wohnung in Hadersdorf am Kamp blieb im August dieses Jahres für einige Zeit unentdeckt. Seine Leiche wurde erst Tage nach seinem Ableben auf Grund des üblen Verwesungsgeruchs von einer Nachbarin entdeckt. Zunächst deutete alles auf einen altersbedingt natürlichen Tod hin. R. wurde in der Familiengruft seiner bereits zuvor verstorbenen Lebensgefährtin in Gedersdorf beigesetzt. Im Zuge des Verlassenschaftsverfahrens erfuhr der Fall jedoch eine merkwürdige Wende. Robert R. hatte eine bis dato völlig unbekannte Frau als Alleinerbin eingesetzt. Seine ihm nahestehende Nichte sowie die restlichen Angehörigen wussten bis dato nichts von der Existenz der 42-jährigen Frau.

Substanzen

Der Umstand, dass die gebürtige Iranerin als Pharmaziestudentin mit dem Umgang diverser Medikamente vertraut sein soll und dazu auch Zugang hat, machte auch die Mordermittler des nö. Landeskriminalamtes stutzig.

„Wir haben eine Exhumierung der Leiche angeordnet. Es wurde ein toxikologisches Gutachten in Auftrag gegeben. Das Ergebnis erwarten wir aber erst im Jänner“, erklärt der Sprecher der Staatsanwaltschaft Krems, Franz Hütter. Zuvor sollen bei Hausdurchsuchungen in der Wohnung des Pensionisten von den Kriminalisten diverse Medikamente sichergestellt worden sein.