LESERREAKTION
In einem offenen Brief geht ein Leser auf einige der Probleme ein, die die neue Kurzparkregelung im Kremser Stadtteil Stein ausgelöst hat - der KURIER berichtete:
Sehr geehrte Frau Bürgermeister Rinke, liebe Inge.
Meine Frau Renate und ich beherbergen in zwei von unseren Mietwohnhäusern in Krems und Stein derzeit fünf Studenten aus Deutschland und Italien, die an der Privatuniversität für Zahnmedizin studieren.
Unser Haus am Frauenberg in Stein liegt in einer Zone mit Zufahrt nur für Anrainer. Warum dort, wo ohnehin kein Pendler parken darf, die Kurzparkzone eingeführt wurde, entbehrt jeder Sinnhaftigkeit. Im Gebiet der Altstadt von Krems sind logischerweise Anrainerzonen wie die Kreuzbergstraße oder Wachtberg von der Gebührenpflicht ausgenommen.
Herr Dr. Stumpf aus Stuttgart (Vater eines unserer Mieter) hat versucht, eine Parkberechtigungskarte für das neue Auto seines Sohnes beim Magistrat zu lösen. (In der amtlichen Mitteilung steht: "..sonst ständig in Stein tätige z B. Studenten ... "haben die Möglichkeit um eine Ausnahmegenehmigung anzusuchen) Er erfuhr aber, dass dies nur möglich sei, wenn sein Sohn Hauptwohnsitz in Krems habe, das Fahrzeug ein KS - Kennzeichen trage, also in Österreich genehmigt und versteuert sei!
Wo sollen die fünf Autos meiner Mieter nun tagsüber parken? Diese Studenten haben viel Kaufkraft und fördern, so wie auch die neue Zahnuniversität die positive Entwicklung von Krems mit - und genau diesen Mitbürgern werden Prügel geworfen.
Die Widersprüchlichkeit der neuen Parkzonen in Krems, die Sinnlosigkeit und vor allem Planlosigkeit schreien zum Himmel! Wo ist die Verkehrsplanung für Krems ? Wir verlangen eine sofortige Abänderung der unglücklichen Widersprüchlichkeiten, sowie die Aufhebung der Kurzparkzone in dem nur für Anrainer befahrbaren Gebiet.
Renate u. Hans W. Klein
Krems/Egelsee