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© Bild: Privat
Extremsport
11.11.2012

Der Eismann läuft jetzt Marathon

Kälte übt auf Dieter Preiß magische Anziehungskraft aus. Nun läuft er einen Marathon im Salzbergwerk.

Je kälter desto lieber. Wenn Dietmar Preiß die Laufschuhe anzieht, dann mag er es kalt – ganz kalt. Der 35-jährige Diplomkaufmann aus Pleissing, Gemeinde Hardegg (Bezirk Hollabrunn) hat ein Faible für eiskalte Marathons entwickelt.

Schon mit 17 absolvierte Preiß seinen ersten Marathon. „Laufen hat mir immer Spaß gemacht“, sagt der Athlet. Doch nur Städtemarathons waren dem Holzfachmann auf Dauer zu wenig. Vor einigen Jahren spielte dann der Zufall Regie. „Mein Vater wollte immer mit der transsibirischen Eisenbahn fahren und hat sich den Wunsch aber nie erfüllt“, erzählt Preiß. Deshalb plante er die Eisenbahnfahrt mit dem Ziel in Sibirien an einem Extremmarathon teilzunehmen. Die Ärzte im AKH checkten die Lunge des Sportlers und gaben grünes Licht. Die nicht unbegründete Angst vor Erfrierungen blieb aber. Im Jänner 2011 startete Preiß schließlich als einer von 350 Läufern in Omsk. Das Thermometer zeigte minus 30 Grad. Wieder im Ziel sah Preiß aus wie ein Eiszapfen. „Von der Psyche her war es grenzwertig“, sagt Preiß. Beim Baikal-Marathon (tiefste See der Welt) hatte es heuer minus 20 Grad. „Aber die Kälte war nicht die Herausforderung.“ Eher das Terrain: Von Tiefschnee bis zum blanken Eis war alles dabei.

Neue Herausforderung

Am kommenden Samstag startet der Extremsportler beim tiefsten Marathon der Welt in einem stillgelegten Bergwerk in Sondershausen (Thüringen). 700 Meter unter der Erde hat es allerdings bis zu 28 Grad Wärme und die Luft ist extrem trocken.