Bürgermeister Prinz will Urteil bekämpfen
Der Zwettler Stadtchef stand am Montag wegen Amtsmissbrauchs vor Gericht.
Kurz vor Ablauf der Frist kam seine Entscheidung. Zwettls Bürgermeister Herbert Prinz (ÖVP) hat nach Rücksprache mit seiner Familie und seinem Verteidiger Franz Nistelberger beschlossen, sein Urteil am Landesgericht Krems anzufechten. Wie berichtet, ist der 60-jährige Stadtchef am Montag wegen Amtsmissbrauchs zu einer Geldstrafe von 36.000 Euro verurteilt worden. Nach dem Schuldspruch hatte sich Prinz eine dreitägige Bedenkzeit erbeten. Da er das Urteil als überzogen einstuft, hat er nun Rechtsmittel angemeldet.
Amtsmissbrauch
Uninformiert
Kritik kommt inzwischen von den Zwettler Grünen. "Sogar der Gemeinderat hat in diesem Fall vieles nicht gewusst", sagt Grün-Gemeinderätin Silvia Moser und legt das Protokoll der damaligen Gemeinderatssitzung, in der die Umwidmung beschlossen wurde, vor. Darin steht etwa: "Durch die geplante Widmung soll die Errichtung von notwendigen Nebengebäuden ermöglicht werden." "Dass die Hütten bereits stehen, wussten wir nicht" sagt Moser.