"Aus Notwehr": Grüne treten bei Wahl an
Kreuzstetten. Für Spitzenkandidatin Kiesenhofer ist das der einzige Weg, um Anliegen vorzubringen.
Zehn Jahre lang waren die Grünen in der Gemeinde Kreuzstetten nicht vorhanden. Nun unternimmt man einen neuen Anlauf.
"Das war praktisch aus Notwehr", sagt Spitzenkandidatin Christine Kiesenhofer. Schließlich habe man keine andere Möglichkeit gesehen, um sich für die Bürger zu engagieren. "Und fünf weitere Jahre wollten wir uns nicht ärgern." Gleichzeitig soll ihrer Ansicht nach die Gemeindepolitik ins 21. Jahrhundert geholt werden. "Punkto Transparenz und Bürgernähe fehlt hier einiges."
Aus diesem Grund blickt man den Wahlen auch entspannt entgegen. Bei den vergangenen Urnengängen auf Bundes- oder Landesebene erreichten die Grünen jeweils zwischen 12 und 15 Prozent. "Das muss natürlich auch jetzt unser Anspruch sein", gibt Kiesenhofer die Richtung vor. Bezirkschef Christian Schrefel rechnet gar mit einem geschäftsführenden Gemeinderat.
Freitagabend stellten sich die Protagonisten erstmals der Öffentlichkeit. Mit Hannes Gepp steht der zweite Vertreter bereits fest. Die endgültige Liste wird aber erst in den kommenden Wochen fixiert werden.