Weniger Geld für Versorger des Wassers
Die Leitungsnetze gehören erneuert. Für das Jahr 2013 seien keine Jahresförderquoten vorgesehen.
Im Burgenland wurden große Teile der Leitungsnetze bereits in den 50er, 60er und 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts ausgebaut. Trotz laufender Wartungs- und Reparaturtätigkeiten gehört das Netz erneuert, meint der Obmann der Plattform Wasser Burgenland, Helmut Herlicska.
Auf Basis vorhandener Studien hat die PWB erhoben, dass alleine für die Sanierung des in die Jahre gekommenen Wasserleitungsnetzes im Burgenland jährliche Investitionen von mehr als 15 Millionen Euro bis zum Jahr 2020 erforderlich sind. Danach müssen die Sanierungsausgaben noch wesentlich (auf über 20 Mio. €) gesteigert werden, um einen Erhalt der ausgezeichneten Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Das stelle für die Wasserversorger eine "enorme Herausforderung" im Investitionsbereich dar und hier sei auch die öffentliche Hand gefordert, um die Wasserversorger bei der Erfüllung ihres Versorgungsauftrages zu unterstützen, so Herlicska.
Reduktion
Aufgrund der erfolgten Änderungen des Umweltförderungsgesetzes im Rahmen des Budgetbegleitgesetzes 2011 werde die Bundesförderung im Zeitraum 2010 bis 2013 von 630 Millionen Euro auf 335 Millionen reduziert.
Für das Jahr 2013 seien keine Jahresförderquoten vorgesehen. Durch die bereits beschlossene Verlängerung des Finanzausgleichs sei zu befürchten, dass für das Jahr 2014 ebenfalls keine Jahresförderquote vorhanden sein werde. Die beschlossenen Kürzungen bzw. Streichungen der Förderungen sei eine Schwächung der Wasserversorger.