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© Bild: kathrin hoerist
Chronik/Burgenland
17.07.2012

LEDs spenden nun "Tageslicht"

Die Leuchtdioden aus dem Südburgenland verändern ihre Farbtemperatur und richten sich nach dem Tagesablauf.

Warmes Licht am Morgen, kaltes am Tag. Die LEDs (lichtemittierende Diode, Anm.) kommen aus dem Lumitech Werk in Jennersdorf und simulieren das Tageslicht. "Wir waren einer der Ersten oder vielleicht die Ersten, die es geschafft haben, auch warm-weißes LED-Licht einzustellen", sagte Stefan Tasch, CEO der Lumitech Holding GmbH. Im Technologiezentrum   Jennersdorf wird mit dem Schwerpunkt im Bereich Optoelektronik geforscht. Mit der Lumitech Produktion und Entwicklung GmbH ist am Standort auch ein Pionier auf dem Gebiet der LED  angesiedelt. Das Unternehmen beschäftigt sich seit der Gründung im Jahr 1997 mit der Entwicklung von LEDs.

Mit "biorhythmischem", in der Farbtemperatur veränderbarem Licht, das sich im Tagesablauf am natürlichen Licht orientiert, will das Unternehmen am europäischen Markt reüssieren. Als Investor für die Umsetzung der Wachstumspläne wurde im April dieses Jahres die Athena Burgenland Beteiligungen AG an Bord geholt.

Einsatzgebiet

Die Herausforderung sei gewesen, eine Lichtquelle ähnlich dem Tageslicht zu schaffen. Gegenwärtig dominiere in Büros eine statische Beleuchtung. LEDs seien jedoch eine dynamische Lichtquelle: "Eigentlich vernünftig wäre die Nachstellung, wie es der Tag  hat" - mit warmem Licht in der Früh, das tagsüber dann in sehr kühles und am Abend wieder in warmes Licht übergeht, erläuterte Tasch. "Das ist eigentlich der Rhythmus, der wichtig ist für den Menschen", weil er auch den Biorhythmus bestimme.

Lumitech hat dazu Systeme entwickelt, die aus mehrfärbigen LEDs bestehen. Mittels Variation der Ströme in den LEDs lasse sich die Farbe einstellen: "Die Elektronik dahinter ist relativ kompliziert", berichtete Tasch.

Die Anwendungsmöglichkeiten für die Technologie  reichen von Hotels über Schulen und Büros bis hin zu Spitälern und Altersheimen.  Die wichtigsten Märkte für das Unternehmen mit 35 Mitarbeitern, das im Vorjahr einen Umsatz von 6,5 Millionen Euro erwirtschaftete, sind derzeit neben Österreich Deutschland und die Schweiz.