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In diesem Kühl-Lkw im burgenländischen Parndorf wurden Ende August 71 tote Flüchtlinge gefunden © Bild: Kurier/Juerg Christandl
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26.11.2015

A4-Drama: 69 tote Flüchtlinge identifiziert

Drei Monate nach dem an der A4 im Burgenland entdeckten Flüchtlingsdrama präsentierte die Polizei die Ermittlungsergebnisse

Drei Monate nach dem Flüchtlingsdrama auf der Ostautobahn A4 bei Parndorf, bei dem 71 erstickte Menschen in einem Kühl-Lkw gefunden worden waren, präsentierte die Polizei am Donnerstag die Ergebnisse ihrer Ermittlungen. „Wir konnten mit heutigem Tag 69 dieser Menschen konkret identifizieren“, sagte Burgenlands Landespolizeidirektor Hans Peter Doskozil. Bei einem Opfer warte man noch auf einen DNA-Abgleich, die Identität eines Mannes ist unbekannt.

Bei den Toten handelt es sich um 29 Iraker, 21 Afghanen, 15 Syrer und fünf Iraner. Unter ihnen waren drei Familien, darunter auch eine sechsköpfige Familie aus Afghanistan. Die meisten von ihnen wurden in ihre Herkunftsländer überführt, 15 Personen wurden am Wiener Zentralfriedhof bestattet.
Nach der raschen Ausforschung der mutmaßlichen Täter ist das Strafverfahren mittlerweile an Ungarn abgetreten worden, da davon auszugehen ist, dass die Flüchtlinge auf ungarischem Staatsgebiet erstickt sind.

Der Lkw war am Vormittag des 27. August in einer Pannenbucht der A4 im Bezirk Neusiedl am See entdeckt worden. Die Menschen darin - 59 Männer, acht Frauen und vier Kinder - sind vermutlich am Vortag gestorben. Vier Bulgaren und ein Afghane befinden sich in Ungarn in U-Haft.
Der österreichische Teil der Ermittlungen ist damit weitestgehend abgeschlossen,sagte Johann Fuchs, Leiter der Staatsanwaltschaft Eisenstadt. Man werde aber weiter Strukturerhebungen durchführen: „Es geht um die Hintergründe der Tätergruppe.“