freizeit.at kurier.at events.at motor.at futurezone.at film.at k.at kurier.tv profil.at lust-auf-oesterreich.at phase6 Lernhaus BAZAR IMMMO Partnersuche Spiele
© Bild: Bush/promo
Buzz
05.12.2011

Bush gaben ordentliches Wien-Comeback

Obwohl Fans das Comeback von Bush misstrauisch betrachteten, machte die Band in Wien ordentlich Druck und spielte eine gute Setlist.

Fans haben das Comeback von Bush misstrauisch betrachtet. Schließlich fehlen zwei Originalmitglieder und Mastermind Gavin Rossdale ist in den zehn Jahren Bandpause nicht viel Atemberaubendes gelungen. Eine Reunion als letzte Chance? Zumindest scheint Rossdale diese zu nutzen: Das Konzert von Bush am Freitag in Wien war anständig bis stark. "Wenn ich mit Bush auf die Bühne gehe, dann fühle ich mich wie zu Hause", sagte der Sänger und Gitarrist im Interview mit der APA.

"Es war spannend, solo mit verschiedenen, sehr interessanten Musikern zu arbeiten. Aber live hat sich das immer angefühlt, als würde ich von einer Klippe springen", beschrieb Rossdale, Ehemann von Popstar Gwen Stefani, die Zeit ohne Bush. Waghalsige Stunts absolvierte der Brite im Gasometer keine, vielmehr setzte er auf eine sehr gute Zusammenstellung von Songs als Sicherheitsnetz. Ein dynamisches "Machinehead" eröffnete den Reigen, für das anschließende druckvolle "The Chemicals Between Us" gab es die ersten Jubelausbrüche der Nostalgiker und - vielleicht überraschend - vielen jungen Besucher.

Im grellen, flackernden Scheinwerferlicht fetzten Bush durch "All My Life", einem der interessanteren Lieder vom neuen Album "The Sea Of Memoires" (edel). Auch wenn sich Rossdale und Mitstreiter redlich bemühten, das frische Material (wie die Hymne "The Sound Of Winter") ordentlich zu präsentieren, fehlte diesen Stücken die Raffinesse von Kalibern wie "Everthing Zen" (mit der von rund 2.500 Besuchern mitgebrüllten Textzeile "There is no sex in your violence"), "Little Things" und der fantastischen Zugabe "Glycerine" (bei der Rossdale die erste Hälfte des Songs alleine absolvierte), alle vom Debüt von 1994.

Dass Bush 2011 nicht mit der Ur-Formation mithalten kann, wurde an dem Abend jedenfalls widerlegt. "Ich konzentriere mich einfach auf die Musik, der Rest ergibt sich von selbst", meinte Rossdale im APA-Gespräch. "In meinem Herzen, in meinen Lungen, in meinem Magen war dieses starke Verlangen, Bush wiederzubeleben." Das hat schon durchaus seine Berechtigung, denn nicht alles in den Neunzigern war so geschmacklos wie das ärmellose T-Shirt, das Rossdale beim gestrigen Auftritt trug. Große Songs wie "Swallowed" (ein Höhepunkt in Wien) hört man gerne wieder. Das Misstrauen kann man zumindest bei dieser Tour vorerst ablegen.

Mehr zum Thema

  • Hauptartikel

  • Hintergrund