"Ring of Glory" an Eric Willett
Eric Willett konnte sich bei der Jubiläumsausgabe des Air&Style-Festivals den Sieg sichern - 10.500 Menschen sangen "Happy Birthday".
Viele der jungen Menschen, die am Samstag auf den Bergisel gepilgert sind, steckten wohl noch in den Windeln, als 1993 genau hier der erste Air & Style über die Bühne gegangen ist. Seit 20 Jahren schafft es dieser Snowboard-BigAir-Contest, mit Top-Athleten und weltweit bekannten Bands, für ein paar Tage Festivalfeeling in Innsbruck zu erzeugen.
Am Freitag waren rund 7000 Menschen gekommen, um bei einer Nostalgie-Session die vergangenen zwei Jahrzehnte des Sports revuepassieren zu lassen. Veranstalter Andrew Hormount, der den Contest 1993 für rund 500 Menschen ins Leben gerufen hatte (5000 waren gekommen), hat Fahrer aus 20 Jahren Air & Style Geschichte angerufen und eingeladen, in Innsbruck an einer Legenden-Wertung teilzunehmen. Der älteste Teilnehmer war Lokalmatador Max Plötzeneder mit 41 Jahren. Die 10.000 Euro Preisgeld konnte sich der 29-jährige Slowene und ehemalige Air & Style Gewinner (2009) Marko Grilc sichern.
Die besten Tricks bei heftigem Schneefall
Am Samstag trotzen 10.500 Besucher dem immer heftiger werdenden Schneefall. „Das gehört doch zum Snowboarden dazu, dass es schneit“, sagt ein junges Mädchen mit bunter Kleidung im Publikum. Die Athleten hatten ihre Schwierigkeiten mit der Sicht und der immer weicher werdenden Schanze, aber das machte der Snowboard-Weltelite nichts aus. Dennoch packten die jungen Männer ihre besten Tricks aus.
Auch die beiden Österreicher Clemens Schattschneider (20) und Mathias Weissenbacher (20) mischten ganz vorne mit. Beide mussten sich aber trotz sensationeller Leistung im Halbfinale geschlagen geben. Das Superfinale gewann schließlich der älteste Fahrer im Samstags-Bewerb, der US-Amerikaner Eric Willett (25), der sich zuvor nur knapp gegen den Belgier Seppe Smits (21) durchsetzen konnte. Den zweiten Platz erreichte der Kanadier Seb Toutant, dritter wurde der Norweger Aleksander Ostreng (21).
Impressionen des Contests
Ein Geburtstagsständchen von 10.500 Menschen
Zwischen und nach den Bewerben wurde dem Publikum von der Showbühne aus eingeheizt. Am Freitag startete Left Boy das musikalische Programm, vollendet wurde der Abend von den Fantastischen Vier, die bei vielen der älteren Besucher Erinnerungen weckten. Am Samstag versuchten Kraftklub und Mac Miller die kalt gewordenen Beine der Zuschauer in Bewegung zu bringen. Und dazwischen animierten die Stadionsprecher die 10.500 Besucher am Samstag, „Happy Birthday“ anzustimmen. Ein kleiner Gänsehaut-Moment durfte zum Jubiläum nicht fehlen.
burn Style Session
20 Jahre Air&Style
Filmpremiere
Roter Teppich und Blitzlicht. Securities und internationales Publikum. Interviews und Alkohol. Ein Hauch von Filmfestspiele wehte durch das diesmal vom Föhn verschonte Innsbruck, wo am Donnerstagabend im Cineplexx bei der Weltpremiere von „We Ride – The Story of Snowboarding“ gefeiert wurde.
Snowboard-Pionieren aber auch aktiven Fahrern wurde nicht fad bei dem 90-minütigen Film, für den Regisseur Orlando von Einsiedel 4000 Minuten historisches Videomaterial sichtete und es tatsächlich schaffte, einen Film über die (doch nicht ganz so kurze) Geschichte des Snowboardens zu machen. „Es war großartig, so viele Snowboard-Legenden hier in Innsbruck zu sehen“, sagte Von Einsiedel. „Es war toll, ihre Reaktionen auf den Film live mitzuerleben.“
Nicht nur unter den Zuschauern, sondern auch Teil des Films war der Österreicher Gigi Rüf, der sein Können am Freitag bei der „burn Style Session“ am Innsbrucker Bergisel unter Beweis stellte. „Toller Film“, sagte der 31-Jährige. Man bekommt wirklich einen Einblick in den Sport und sieht, welch wichtige Rolle die Pioniere des Snowboardens gespielt hat.