10 gesunde Fakten über Kaffee

Täglicher Kaffeegenuss ohne schlechtes Gewissen: Regelmäßig getrunken wirkt er positiv auf die Gesundheit.

Stärkt das Gedächtnis: Eine aktuelle Studie zeigt, dass Koffein dem Gedächtnis auf die Sprünge helfen kann. Forscher der Johns Hopkins Universität von Baltimore in den USA fanden heraus, dass der Konsum von Kaffee Erinnerungen fördert. Koffein in der Menge von zwei Tassen Filterkaffee oder drei Tassen Espresso konnte in der Studie das Erinnerungsvermögen steigern. Eine andere niederländische Studie belegt, dass bei täglich drei Tassen Kaffee außerdem der geistige Abbau langsamer verläuft als ohne Kaffeegenuss. Mehr Energie: Dass Kaffee Müdigkeit reduziert und die Energielevel auffüllt, ist für viele der wichtigste Grund, ihn zu trinken. Das Koffein im Kaffee gelangt nach der Aufnahme über den Magen in die Blutbahn und weiter ins Gehirn, wo es die Rezeptoren für den Neurotransmitter Adenosin blockiert. Dadurch steigt die Menge anderer Neurotransmitter an, was zu einem verstärkten Feuern von Neuronen und damit zu mehr Energie führt. Die Wirkung des Koffein im Gehirn führt auch dazu, dass Wachheit, Reaktionszeit sowie die generelle kognitive Leistungsfähigkeit besser werden. Schützt vor Demenz: Laut einer finnisch-schwedischen Langzeitstudie erkranken Kaffeetrinker deutlich seltener an Alzheimer. Drei bis fünf Tassen Kaffee täglich senken das Demenzrisiko um zwei Drittel. Schwarztee hatte hingegen keine Auswirkungen auf die spätere Demenz-Gefährdung. In der Studie verfolgten die Forscher die Ernährungsgewohnheiten von mehr als 1400 Menschen über durchschnittlich 21 Jahre. Diese Entdeckung könnte auch Einfluss auf die Entwicklung neuer Therapien haben sowie das Verständnis der Krankheitsmechanismen verbessern. Sportliche Höchstleistung: Koffein stimuliert nicht nur das Nervensystem, es erhöht auch den Adrenalin-Level im Blut. Der Körper ist dadurch bereiter für intensive körperliche Aktivität. Eine skandinavische Studie zeigt beispielsweise, dass die physische Leistungsfähigkeit nach Kaffeekonsum im Durchschnitt um rund elf Prozent ansteigen kann. Wer eine halbe Stunde vor dem Fitness Studio oder dem Sport eine Tasse Kaffee trinkt, kann neben der sportlichen Leistung mit der Kombination Kaffee und Kohlenhydrate auch Ausdauer, Zielgenauigkeit und Feinmotorik steigern. Schützt vor Depression: Eine Harvard-Studie konnte belegen, dass Frauen, die täglich vier oder mehr Tassen Kaffee trinken, ein um 20 Prozent niedrigeres Risiko haben, an Depressionen zu erkranken. Ausgewertet wurden Daten von mehr als 50.000 Amerikanerinnen über einen Zeitraum von zehn Jahren. Für entkoffeinierten Kaffee konnte kein Zusammenhang mit dem Auftreten von Depressionen gezeigt werden. Allerdings räumen die Forscher ein, dass auch eine andere Erklärung möglich wäre: Es könnte sein, dass Menschen mit gedrückter Stimmung weniger Kaffee trinken, um durch das Koffein die für die Depression typischen Schlafprobleme nicht auch noch zu verschärfen. Trotz Bluthochdruck kein Verzicht: Die Annahme, dass Kaffee den Blutdruck in die Höhe treibt, ist weit verbreitet. Tatsächlich steigt der Blutdruck kurz an, wenn man eine Tasse Kaffee trinkt. Dies gilt besonders für Personen, die selten oder gar keinen Kaffee trinken. Wer regelmäßig Kaffee trinkt, bei dem haben ein oder zwei Tassen kaum einen Effekt auf den Blutdruck. Menschen, die unter Bluthochdruck leiden, sollten Kaffee aber in Maßen trinken. Eine Schweizer Studie besagt, dass eine Tasse Kaffee am Tag bei Nichtrauchern auf Dauer den Blutdruck sogar senken kann – auch wenn unmittelbar nach dem Genuss ein kurzer Anstieg zu verzeichnen ist. Bei Rauchern „vernebelt“ der Rauch diesen schützenden Effekt des Kaffees. Krebsvorbeugend: Regelmäßiger Kaffeegenuss kann das Risiko für bestimmte Krebsarten reduzieren. Bisher konnte in Studien ein präventiver Effekt für Leber-, Darm- und Rachenkrebs nachgewiesen werden. Auch vor aggressivem Prostatakrebs und Hirntumoren kann Kaffee schützen. Kaffeetrinker, die täglich mindestens vier Tassen konsumieren, haben beispielsweise laut einer Studie der Universität von Utah in Salt Lake City im Vergleich zu Abstinenzlern ein bis zu 40 Prozent geringeres Risiko für Tumore in der Mundhöhle oder im Rachenraum. Für Tee und koffeinfreien Kaffee konnte dieser Effekt nicht gezeigt werden. Reduziert Diabetes: Koffeinhaltiger aber auch entkoffeinierter Kaffee können das Risiko für Typ-2-Diabetes signifikant reduzieren. Die positiven Wirkungen sind auf die Kombination von Inhaltsstoffen im Kaffee zurückzuführen. Kaffee hat einen positiven Einfluss auf die Glukose-Toleranz sowie den Blutzuckerspiegel. Und Koffein stimuliert die Insulin produzierenden Zellen. Unterschiedliche Studien kommen zu dem Schluss, dass Menschen, die täglich eine Tasse Kaffee trinken, ein um sieben Prozent geringeres Risiko für Typ-2-Diabetes haben als solche, die keinen Kaffee trinken. Schlankmacher: Koffein regt die Fettabbaurate des Körpers sowie den Stoffwechsel und Schwitzen an. Allerdings konnte dieser Effekt nicht bei mäßigem Genuss gezeigt werden, sondern erst bei Koffeinangaben ab vier bis acht Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag. Das wären bis zu zehn Tassen Kaffee täglich. Als echte Abnehmhilfe ist Kaffee daher nicht geeignet. Außerdem führt so hoher Kaffeegenuss auch zu verstärktem Schwitzen, Unruhe und hohem Puls. In den meisten Nahrungsmittelergänzungen, die die Fettverbrennung ankurbeln sollen, ist Koffein enthalten. Nährstoffreich. Viele Nährstoffe der Kaffeebohne bleiben auch nach der Zubereitung im Getränk erhalten. Eine Tasse Kaffee enthält beispielsweise elf Prozent der empfohlenen Tagesdosis Vitamin B2, sechs Prozent der Tagesdosis Vitamin B5 sowie zwei Prozent der empfohlenen Dosis Magnesium. Insgesamt sind dies nur kleine Mengen des Tagesbedarfs, allerdings trinken die meisten Menschen mehr als eine Tasse täglich.

Lange Zeit galt Kaffee als gesundheitsschädlich. Zu viel erhöhe das Diabetesrisiko, den Blutdruck sowie die Cholesterinwerte und entziehe dem Körper Wasser. Der schlechte Ruf des ursprünglich arabischen Getränks ist jedoch nicht gerechtfertigt. Nach dem Konsum des Genussmittels steigt der Blutdruck zwar tatsächlich kurzfristig an und auch der Harndrang nimmt zu, zahlreiche Studien belegen jedoch gesundheitsförderliche Effekte von Kaffee.

(kurier) Erstellt am
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