Pipeline BP: Nabucco Klassik ist tot Diskussion Weitere Artikel Letztes Update am 14.04.2013, 12:13 Bildergallerie drucken An Instapaper senden BP: Nabucco Klassik ist tot. Die Gaspipeline wird nicht in ihrer ursprünglich geplanten Version gebaut. Nun stehen noch zwei Optionen zur Auswahl. Vollbild Zurück Bild von / Weiter Schliessen Vollbild Verzögerungen und steigende Kosten - vor allem dadurch machte das europäische Pipelineprojekt Nabucco bislang von sich reden, das Europa unabhängiger von russischem Gas machen sollte. Nach ursprünglichen Plänen sollte die Pipeline Erdgas aus den kaspischen Feldern über die Türkei zum Gas Hub Baumgarten in Österreich transportieren.(Bild: Gas Hub Baumgarten) 3.900 km lang sollte Nabucco Klassik werden - rund 2.600 km durch die Türkei führen. Geplant war eine jährliche Transportkapazität von 31 Milliarden Kubikmeter Gas. 2017 sollte das erste Gas nach Europa strömen. Der Baubeginn wurde für das Jahr 2013 festgelegt - mittlerweile wurde der Baubeschluss auf 2015 verlegt. (Bild: Gas Hub Baumgarten) Doch daraus wird nichts: Der britische Ölkonzern BP hat die Pipeline Nabucco in ihrer ursprünglichen Form Mitte des Jahres 2012 ("Nabucco Klassik") für tot erklärt. BP ist Teil eines Shah Deniz-Konsortiums, das in Aserbaidschan Gas fördert und über den Pipeline-Transport nach Europa entscheidet.(Bild: Gas Hub in Ipsala an der türkisch-griechischen Grenze.) Schon im Vorfeld hatte nach Einschätzung des staatlichen aserbaidschanischen Energieriesen Socar, der neben BP am Shah-Deniz-Konsortium beteiligt ist, das ursprüngliche Nabucco-Projekt aus Mangel an Gas keine Aussicht auf wirtschaftlichen Erfolg. (Bild: MOL-Arbeiter in Algyo, Ungarn.) Denn derzeit gebe es für eine solche Leitung von Aserbaidschan nach Europa nur zehn Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr, hatte der Chef der Investitionsabteilung von Socar, Wagif Alijew, gesagt. Nötig sei aber die dreifache Menge. Darum verfolgten BP und der Partner Socar nun nur noch zwei Optionen, sagte der zuständige BP-Manager Iain Conn im Mai 2012: (Bild: Socar-Ölfelder in Aserbaidschan.) Eine Variante wäre die verkürzte Version von Nabucco, die unter dem Namen "Nabucco West" bekannt ist. Die zweite wäre der Ausbau bestehender Regionalpipelines (South East Europe Pipeline - SEEP). (Bild: Arbeiter prüft die Ventile in einer Anlage westlich von Ankara.) Ende April 2012 berichtete die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) unter Berufung auf EU-Diplomaten, der ursprünglich geplante Nabucco-Bau habe sich als zu teuer erwiesen. Zuletzt hatte das Konsortium selbst die Kosten mit 8 Milliarden Euro veranschlagt und dabei eingeräumt, dass es sich noch weiter verteuern könnte. Aus Branchenkreisen wurden Summen von bis zu 15 Mrd. Euro genannt. (Bild: Bau der Nord Stream Pipeline.) Seit November/Dezember 2011 wird daher die kürzere Variante "Nabucco-West" diskutiert. Dabei würde das Gas lediglich von der türkisch-bulgarischen Grenze nach Österreich kommen und so dem europäischen Markt zugänglich gemacht. Von der Förderregion durch die Türkei bis dorthin würde das Gas durch Pipelines anderer Betreiber strömen. Die Leitung wäre rund 1.300 km lang. An der Nabucco sind die OMV, die ungarische MOL-Tochter FGSZ, die türkische Botas, die rumänische Transgaz und die Bulgarian Energy Holding. Der deutsche Energiekonzern RWE gab im Dezember 2012 seinen Ausstieg aus dem Projekt bekannt - die OMV übernahm die 17%-Anteile im März 2013. (Bild: Pipeline im Norden Sinais.) (apa, dpa, rts) Erstellt am 14.04.2013, 12:13 Stichworte: › OMV › Gas Diskussion Kommentare aktualisieren Weitere Artikel zum Thema Nabucco Erdgas-Pipeline auf Schrumpfkurs Die OMV könnte den Anteil des deutschen Energiekonzerns übernehmen. Wirtschaft Spannendes Finale bei Nabucco-Pipeline Die Konkurrenz zum Nabucco-Konsortium unter OMV-Führung schrumpft. Doch der letzte Akt ist noch lange nicht geschrieben. Wirtschaft Wettkampf um kaspisches Gas Das EU-Gasleitungs-Projekt Nabucco steht wachsender Konkurrenz gegenüber: Alle wollen kaspisches Gas nach Europa bringen. Pipeline-Projekt Neuer Nabucco-Partner für OMV Die OMV hat neun Prozent des Pipeline-Projekts an den französischen Energiekonzern GDF Suez verkauft. Wirtschaft Nabucco: Pipeline gegen Moskaus Marktmacht Mit der Nabucco will Europa unabhängiger von russischem Gas werden. Das Projekt kommt aber nicht vom Fleck.
Nabucco Erdgas-Pipeline auf Schrumpfkurs Die OMV könnte den Anteil des deutschen Energiekonzerns übernehmen.
Wirtschaft Spannendes Finale bei Nabucco-Pipeline Die Konkurrenz zum Nabucco-Konsortium unter OMV-Führung schrumpft. Doch der letzte Akt ist noch lange nicht geschrieben.
Wirtschaft Wettkampf um kaspisches Gas Das EU-Gasleitungs-Projekt Nabucco steht wachsender Konkurrenz gegenüber: Alle wollen kaspisches Gas nach Europa bringen.
Pipeline-Projekt Neuer Nabucco-Partner für OMV Die OMV hat neun Prozent des Pipeline-Projekts an den französischen Energiekonzern GDF Suez verkauft.
Wirtschaft Nabucco: Pipeline gegen Moskaus Marktmacht Mit der Nabucco will Europa unabhängiger von russischem Gas werden. Das Projekt kommt aber nicht vom Fleck.