Waldviertler Textilfirma Wirtex pleite

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Aus für ältesten Frottierwaren-Erzeuger Österreichs nach 150 Geschäftsjahren.

Über die Leopold Wirtl GmbH, die unter der Marke Wirtex Frottee-Tücher, Bademäntel sowie Werbe- und Hoteltextilien erzeugt, wurde am Landesgericht Krems das Konkursverfahren eröffnet. Das bestätigt Gerhard Weinhofer vom Gläubigerschutzverband Creditreform dem KURIER. Der 150 Jahre alte Betrieb mit Sitz in Thaya, nördlich von Waidhofen, hat laut eigenen Angaben rund 1,28 Millionen Euro Schulden angehäuft und kann nicht weitergeführt werden. Das Vermögen wird mit einem Buchwert von 873.000 Euro beziffert. 27 Mitarbeiter sind von der Pleite betroffen.

„Um auf dem Markt erfolgreich bestehen zu können, wären umfangreiche Investitionen, insbesondere im Marketing und Verkauf notwendig, die dafür nötigen Geldmittel sind nicht vorhanden“, heißt es im Insolvenzantrag. „Seitens der Gesellschafter ist es leider nicht möglich, die Mittel aufzubringen. Aufgrund der Kapitalsituation und der Entwicklung am österreichischen Textilmarkt ist auch die Finanzierung durch Dritte derzeit nicht möglich.“

Als Insolvenzursachen führt die Leopold Wirtl GmbH im Insolvenzantrag die schlechte Marktentwicklung am Textilsektor, zu hohe Kosten, Eigenimporte mit geringen Deckungsbeiträgen und den „Ausfall wesentlichen Kunden durch Billigimporte aus dem Ausland“ an.

(KURIER) Erstellt am

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