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Die Diskontschiene Sports Experts schwächelt besonders.
Die Diskontschiene Sports Experts schwächelt besonders. - Foto: Sports Experts

Letztes Update am 22.01.2013, 18:35

Sporthändler Eybl baut 250 Stellen ab. 11 Prozent der Belegschaft müssen gehen, ein finanzstarker Partner wird gesucht.

Der Sportartikel-Händler Sport Eybl startet nach einem Umsatzrückgang und einem „sicher nicht gewinnbringendem Jahr 2011/12“ die Sanierung: Bis Jahresende will Vorstand Rolf Frischknecht einen Partner gefunden haben. Sechs der 58 Standorte sollen geschlossen und wie berichtet 250 der 2200 Mitarbeiter abgebaut werden. In Schwierigkeiten ist Eybl vor allem mit seiner Diskontschiene Sports Experts gekommen. Die fünf Prozent Umsatzrückgang des abgelaufenen Geschäftsjahres gingen vor allem auf das Konto der Billig-Linie. Die Standortschließungen würden daher auch vor allem Sports Experts betreffen, sagte Frischknecht. Eybl selbst sei stabil. Der Vorstand gibt unter anderem den forcierten Eigenmarken Schuld an den Problemen. „Man habe zu viel zu schnell gewollt“, glaubt er. Sports Experts habe einen Eigenmarkenanteil von mehr als 30 Prozent, sinnvoll wären 20 Prozent. Im vergangenen Jahr sind bereits die Einkäufe von Eybl und Experts zusammengeführt worden. Das kostete 17 Mitarbeitern den Job.

Schleppend

Im Winter 2011/12 bekam Eybl den allgemeinen Nachfragerückgang und den späten Winterstart zu spüren. Auch die  heurige Saison verlaufe schleppend. Mit Intersport bestehe ein Kooperationsvertrag bis 2016. Diese Zusammenarbeit sei für beide Seiten von Vorteil und werde bestehen bleiben, bekräftigte Frischknecht, der seit September des Vorjahres alleiniger Vorstand des Unternehmens ist. Damals hatte Vertriebs- und Einkaufschef Peter Wahle Eybl überraschend verlassen. Laut den Standortberatern von  RegioPlan leidet der gesamte heimische Sportartikelhandel sowohl unter der zunehmenden  Online-Konkurrenz als auch unter den vermehrten eigenen Markenshops der Hersteller. „Wenn zum verschärften Marktumfeld dann auch noch hausgemachte Probleme kommen, wird es eng“, betont der Chef von RegioPlan Wolfgang Richter.

(KURIER) Erstellt am 22.01.2013, 18:35

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