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Letztes Update am 28.09.2012, 15:47

Roiss: "Österreich kann auf Schiefergas verzichten". Die OMV hat das Kapitel Schiefergas geschlossen. Aber das werde teuer, so Konzern-Chef Gerhard Roiss.

Das Thema Schiefergas hat die OMV aufgegeben“, versichert Konzern-Chef Gerhard Roiss gegenüber dem KURIER. „Alle Ressourcen diesbezüglich sind auf null gestellt. Es gibt in der nächsten Fünfjahresplanung keinen einzigen Posten zu Shale-Gas-Österreich.“ Einen Zusammenhang mit den herannahenden Wahlen stellte er in Abrede. „Unsere Politik ist nicht, den Schalter vor der Wahl umzulegen und nach der Wahl wieder retour.“

Laut Roiss kann „Österreich es sich leisten, auf Schiefergas zu verzichten“. Aber das werde teuer, denn man verzichte auf Einnahmen und Investitionen. Europa hingegen könne es sich nicht leisten. „Die EU-Eigenproduktion von konventionellem Gas wird massiv zurückgehen, die Abhängigkeit von Importen entsprechend weiter steigen.“

Europa fällt zurück

Darüber hinaus sei leistbare Energie vor allem für die energieintensive Industrie ein entscheidender Standortfaktor. Europa drohe im Wettbewerb mit den USA, wo seit Jahren auf günstiges Schiefergas gesetzt wird, immer stärker zurückzufallen.

Auch beim Klimaschutz könne Gas, als sauberste fossile Energie, punkten. Roiss: „Europa gibt gerne vor, Vorreiter in Sachen Umweltschutz zu sein. Aber Faktum ist, dass in den USA Kohlekraftwerke reduziert werden und Gaskraftwerke voll fahren.“ In Europa sei das Gegenteil der Fall. Würde man die Kohlekraftwerke in Europa durch Gas ersetzen, würden die CO2-Emissionen um 18 Prozent sinken.

(kurier) Erstellt am 28.09.2012, 15:44

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