Unternehmen Opel in der Krise Diskussion Weitere Artikel Letztes Update am 17.05.2012, 16:04 Bildergallerie drucken An Instapaper senden Opel in der Krise. Der US-Autokonzern General Motors macht mit der Sanierung der verlustreichen Tochter Opel ernst. Vollbild Zurück Bild von / Weiter Schliessen Vollbild Die Opel-Mutter General Motors (GM) macht nach verlustreichen Jahren bei ihrer Europa-Tochter nun Nägel mit Köpfen: Die Kosten sollen kräftig sinken, um Opel bis 2016 in die schwarzen Zahlen zu bringen. Als Hersteller von Autos für den Massenmarkt leidet die Marke mit dem Blitz seit längerem unter massivem Absatzrückgang. Der europäische Automarkt - wo Opel und die britische Schwestermarke Vauxhall immer noch den Großteil ihrer Wagen verkaufen - lahmt. Nach den Zahlen des Branchenverbandes ACEA fielen ihre Verkäufe im ersten Quartal um mehr als 16 Prozent. Branchenweit lag der Rückgang gerade mal halb so hoch, der Opel-Erzrivale VW blieb sogar nahezu stabil. Opel und die britische Schwestermarke Vauxhall haben im ersten Quartal 2012 umgerechnet 198 Millionen Euro Verlust eingefahren. Opels Marktanteil in Europa ist den Zahlen zufolge von 7,4 auf 6,7 Prozent geschrumpft. Um Opel wieder auf Kurs zu brigen, hat das Management Mitte Mai aus Kostengründen die Produktion des Opel Astra - das wichtigste Modell des deutschen Autobauers - aus Deutschland abgezogen. Den Zuschlag für die Herstellung des Kompaktwagens bekamen die polnische Fabrik Gleiwitz (Gliwice) (Bild)... ...und das britische Werk Ellesmere Port (Bild). Voraussetzung für den Bau des Astra in Ellesmere Port war, dass die dortigen 2.100 Arbeitnehmer Lohnkürzungen, mehr Zeitarbeitern und weiteren Auslagerungen zustimmen. Ein Gewerkschaftsvertreter erklärte: "Das Management hat gesagt, akzeptiert diese Forderungen oder das Werk wird geschlossen". 94 Prozent hätten dem Sparpaket dann zugestimmt. Zur Zukunft von Rüsselsheim, das die Astra-Fertigung verliert, will Opel bald Gespräche mit den Arbeitnehmern aufnehmen. (Bild: Statue des Opel-Gründers Adam Opel vor dem Werk in Rüsselsheim.) Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke (Bild) bekannte sich jedenfalls zum Stammsitz: "Ein wettbewerbsfähiges Werk Rüsselsheim spielt eine wichtige Rolle in unserer Wachstumsstrategie." Der Vorstand habe den Betriebsrat informiert, dass Rüsselsheim auch nach Auslauf der aktuellen Insignia- und Astra-Modelle voll ausgelastet werden solle. Rüsselsheim ist derzeit das modernste GM-Werk in Europa. Als Augleich für den Verlust der Astra-Produktion könnte das Werk in Rüsselsheim die Produktion des Kompakt-Vans Zafira übernehmen. Ein Gerücht, dem Opel-Betriebsratschef Wolfgang Schäfer-Klug widerspricht: "Die Spekulationen über den Zafira entsprechen nicht der Realität." Im Werk in Bochum läuten dennoch die Alarmglocken. Denn ginge die Zafira-Produktion nach Rüsselsheim, könnten die 3200 Opelaner in Bochum ihre Arbeit verlieren. Seit langem wird über das Aus des Werkes spekuliert. Mehr Klarheit kann der kommende Montag bringen: Denn da findet in Bochum eine Belegschaftsversammlung statt, an der neben Unternehmenschef Karl-Friedrich Stracke auch NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) als Gast teilnehmen soll. (apa, dpa/js) Erstellt am 13.05.2012, 13:43 Stichworte: › Autoindustrie › Automobilbranche › Einsparungen › General Motors › Opel › Sparen Diskussion Kommentare aktualisieren Weitere Artikel zum Thema Unternehmen Opel Astra: Raus aus Rüsselsheim Opel baut sein wichtigstes Modell Astra ab 2015 nicht mehr in Deutschland. Die neue Generation wird in Großbritannien und in Polen gefertigt. Unternehmen Opel Bochum: "Sind schließungsresistent" Die Beschäftigten im Bochumer Opel-Werk müssen um ihre Arbeitsplätze zittern, Zukunft ist nur bis 2014 garantiert. Die Wut wächst. Unternehmen Opel-Chef Stracke wirft das Handtuch Paukenschlag beim Rüsselsheimer Autobauer Opel: Karl-Friedrich Stracke tritt überraschend zurück Unternehmen Opel: Noch ein Manager geht Nachdem Opel-Chef Stracke überraschend zurückgetreten ist, nimmt nun auch Manager Volker Hoff Abschied vom Rüsselsheimer Autobauer. Vorschau 2013: General Motors Opel geigt auf Neues von Opel, Chevrolet und Cadillac.
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