Neues Werk Airbus greift Boeing im eigenen Luftraum an Diskussion Weitere Artikel Letztes Update am 08.04.2013, 12:09 Bildergallerie drucken An Instapaper senden Airbus greift Boeing im eigenen Luftraum an. Spatenstich: Der europäische Flugzeugbauer Airbus baut ein Werk in Alabama. Vollbild Zurück Bild von / Weiter Schliessen Vollbild Der europäische Flugzeughersteller Airbus greift seinen Erzrivalen Boeing im eigenen Luftraum an. "Die Zeit für eine Expansion von Airbus in Amerika ist gekommen", verkündete Unternehmenschef Fabrice Bregier im Sommer. "Wir müssen in den USA sichtbar sein." Am Montag (08.04.2013) wird in Mobile im US-Bundesstaat Alabama der Grundstein für das erstes Montagewerk von Airbus auf amerikanischem Boden gelegt. In dem Werk sollen überwiegend Maschinen der Erfolgsbaureihen A320 gefertigt werden. (Bild: A320 in der Produktionsstrasse.) 2015 soll mit der Flugzeugmontage begonnen werden. Jährlich sollen nach einer Einlaufphase 40 bis 50 Maschinen der Mittelstrecken-Jets vom Band laufen. Das Werk ist eine direkte Kampfansage an den Konkurrenten Boeing. Der US-Hersteller dominiert derzeit den wichtigsten Flugzeug-Markt der Welt. Und Airbus möchte von diesem Geschäft ein größeres Stück abhaben. "Wir sind der Überzeugung, dass wir einen größeren Anteil am Markt bekommen können", so Brégier. Airbus rechnet damit, dass in den USA binnen zwanzig Jahren fast 5.300 neue Verkehrsflugzeuge benötigt werden, Rivale Boeing geht sogar von einer noch größeren Anzahl aus. Gefragt sind dabei vor allem Maschinen mit 100 bis 200 Sitzplätzen - wie etwa der Airbus A320 oder Boeings Gegenstück 737. Auch hegt man bei Airbus die Hoffnung, dass eine Fertigung vor Ort das Eis bei den US-Fluggesellschaften bricht. Chefs mehrerer Airlines hatten sich bereits positiv zum neuen Werk geäußert. Überdies fällt für den europäischen Hersteller das Wechselkursrisiko durch die Produktion in den USA weg. Denn Flugzeuge werden in der US-Währung abgerechnet, Arbeitskosten bei Airbus fallen aber hauptsächlich in Euro an. Ein um 10 US-Cent höherer Wechselkurs kann das Airbus-Ergebnis schnell mit rund einer Mrd. Euro belasten. Die Fertigung in den USA würde das Unternehmen zumindest teilweise von den Schwankungen des US-Dollar abkoppeln. Airbus lässt sich seinen Schritt über den großen Teich knappe eine halbe Milliarde Euro kosten. Dafür entstehen nahe der Südstaaten-Stadt Mobile mehrere Montagehallen plus Startbahn. Bis zu 1.000 Leute sollen in Alamaba Arbeit finden, womit die Airbus-Mannschaft im Land verdoppeln würde. Bisher betreiben die Europäer in den USA vor allem Trainings-, Wartungs- und Entwicklungszentren. (apa, afp, dpa/ep, js) Erstellt am 08.04.2013, 12:09 Stichworte: › Boeing › Airbus Diskussion Kommentare aktualisieren Weitere Artikel zum Thema Luftfahrt Airbus landet trotz explodierten Triebwerks Ein australischer Reporter schildert die bangen Minuten an Bord der Emirates-Maschine. Knalleffekt Passagier löste Notrutsche aus Ein AUA-Fluggast aktivierte in einem Airbus versehentlich die Notrutsche. Wien-Schwechat AUA-Maschine musste notlanden Ursache war ein kleiner defkter Dichtring. Der Airbus ist wieder freigegeben. Luftfahrt Lion Air bestellt 234 Airbus-Flieger Rekordauftrag: Airbus kann sich über einen Milliardenauftrag von Indonesiens Billig-Airline freuen.
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