Letztes Update am 27.04.2012, 20:02
Das Versandhaus wird ein reiner Online-Händler, 1380 Stellen fallen allein in Deutschland weg. Für den traditionsreichen Katalog kommt das Aus.
Kahlschlag bei Neckermann Deutschland. Das traditionsreiche Versandhaus wird künftig ein reiner Online-Händler und baut daher 1380 seiner 2500 Mitarbeiter in Deutschland ab. Wie weit auch Neckermann Österreich mit seinen rund 300 Beschäftigten von den Maßnahmen betroffen ist, war am Freitag Abend noch unklar.
Die Gewerkschaft Verdi verurteilte den geplanten Jobabbau als "soziale Katastrophe". "Es wird immer weniger über den klassischen Katalog bestellt", begründete eine Firmensprecherin die strategische Neuausrichtung als reiner Internet-Versender. Der gedruckte Katalog wird komplett eingestellt. Der Umsatz im Katalog-Geschäft brach zuletzt um 50 Prozent ein, die in diesem (Logistik)-Bereich beschäftigten Mitarbeiter müssten daher abgebaut werden.
Auch das Sortiment wird umgekrempelt. Im Textil-Bereich sollen nur noch Markenprodukte verkauft werden, das Angebot in den Bereichen Technik und Möbel wird ausgebaut. Neckermann gehört seit der Quelle-Pleite dem US-Finanzinvestor Sun Capital.
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