Die Telekom Austria rechnet wegen ihrer weißrussischen Tochtergesellschaft Velcom für 2011 mit einem "signifikant geringerem Jahresgewinn". Das teilte das Unternehmen Dienstag Abend mit.
Infolge der Hyperinflation in Weißrussland müssten die Abschreibungen auf das Anlagevermögen erhöht werden. Daraus ergebe sich eine Abwertung in Höhe von ungefähr 300 Millionen Euro im Finanzergebnis der Gruppe. Im Gegenzug werde das Eigenkapital der Telekom voraussichtlich um etwa 100 Millionen Euro gestärkt. Die Erwartungen für Umsatz und Cashflow ließ das Unternehmen unverändert. Schon Mitte Dezember hatte die Telekom wegen "Problemen mit Töchtern in Fremdwährungsmärkten" eine Halbierung der Dividende auf 0,38 Euro je Aktie angekündigt.
Dienstag Vormittag hat der ägyptische Telekom-Magnat Naguib Sawiris in München erklärt, er wolle seinen Anteil an der Telekom nicht über 25 Prozent ausdehnen. Zusammen mit Ronny Pecik hält Sawiris derzeit 20 Prozent an der Telekom.