Donnerstag, 12. Mai 2011 08:05
EANS-Adhoc: RHI AG / Weiter steigende Umsätze im ersten Quartal und EUR 130 Mio Investitionsprogramm in 2011
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12.05.2011
Der Umsatz des RHI Konzerns stieg im 1. Quartal 2011 gegenüber dem
Vergleichsquartal 2010 um 20,9% auf EUR 413,8 Mio. Dabei konnte die Division
Stahl ein Umsatzwachstum von 20,1% und die Division Industrial ein Wachstum von
23,3% verzeichnen. Die Absatzmenge des Konzerns betrug 466.526 Tonnen
(Vergleichszeitraum 2010: 412.183 Tonnen). Das operative Ergebnis des 1.
Quartals reduziert sich gegenüber der Vergleichsperiode 2010 aufgrund negativer
Fremdwährungseffekte um 13,1% auf EUR 29,2 Mio und entspricht mangels
Restrukturierungskosten im 1. Quartal auch dem EBIT. Die EBIT-Marge
verschlechterte sich damit von 9,8% auf 7,1%. Der Steueraufwand im 1. Quartal
betrug EUR 5,4 Mio und entspricht einer Steuerquote von 22,8%.
Gegenüber dem 4. Quartal 2010 konnte der RHI Konzern den Umsatz um 3,2% erhöhen,
das EBIT blieb mit EUR 29,2 Mio leicht unter dem Wert des Vorquartals von EUR
29,3 Mio. Die EBIT-Marge lag mit 7,1% unter der EBIT-Marge des 4. Quartals 2010
von 7,3%.
Zum Stichtag 01.04.2011 konnte die Eigenkapitalquote von 22,2% zum 31.12.2010
auf 22,5% gesteigert werden. Die liquiden Mittel erhöhten sich gegenüber dem
Jahresende 2010 um EUR 27,9 Mio auf EUR 86,7 Mio, wodurch die Nettoverschuldung
mit EUR 318,3 Mio deutlich unter dem Wert vom 31.12.2010 von EUR 341,0 Mio zu
liegen kam.
Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit erhöhte sich im 1. Quartal 2011 auf
EUR 26,8 Mio (1. Quartal 2010: EUR 22,4 Mio), der Cashflow aus der
Investitionstätigkeit blieb mit EUR -2,8 Mio nach EUR -2,9 Mio im
Vergleichsquartal 2010 stabil.
1. Quartal
in EUR Mio 2011 2010 Veränderung
Umsatzerlöse 413,8 342,2 20,9%
EBITDA 42,4 44,9 -5,6%
EBITDA-Marge 10,2% 13,1% -22,1%
Operatives Ergebnis 1) 29,2 33,6 -13,1%
Operative Ergebnis-Marge 7,1% 9,8% -27,6%
EBIT 29,2 31,7 -7,9%
EBIT-Marge 7,1% 9,3% -23,7%
Gewinn vor Ertragsteuern 23,7 26,8 -11,6%
Gewinn 18,3 21,5 -14,9%
Cashflow aus der
betrieblichen Tätigkeit 26,8 22,4 19,6%
Investitionen in Sachanlagen
und immaterielle
Vermögenswerte -4,9 -5,2 -5,8%
Mitarbeiterstand
zum Quartalsende 7.344 7.279 0,9%
1) EBIT vor Restrukturierungsaufwendungen
Division Stahl
Die RHI Division Stahl, welche sich strukturbedingt an der Weltstahlproduktion
ex China misst, konnte umsatzmäßig das Weltstahlwachstum nicht ganz erreichen.
Aufgrund der Preiserhöhungen, bedingt durch gestiegene Kosten bei
Chinarohstoffen, konnte der Umsatz mit einem um 3,5% geringeren Absatz um 2,3%
gegenüber dem 4. Quartal 2010 gesteigert werden.
Aufgrund der starken USD-Bewegung zwischen dem 31.12.2010 und dem 01.04.2011
reduzierte sich das operative Ergebnis auf EUR 6,1 Mio, was einer Marge von
lediglich 2,3% entspricht.
Insgesamt konnte RHI den Umsatz in der Division Stahl im 1. Quartal 2011 um
20,1% auf EUR 262,7 Mio (1. Quartal 2010: EUR 218,8 Mio) steigern. Das EBIT war
mit EUR 29,2 Mio etwas unter dem 1. Quartal 2010 mit EUR 31,7 Mio.
Division Industrial
Das 1. Quartal 2011 war in der Division Industrial von einer starken
Zementsaison geprägt. Sowohl der Absatz- als auch der Umsatz liegen wieder auf
Vorkrisenniveaus, dies deutet auf eine Erholung der Baukonjunktur hin, welche
sich aber regional durchaus differenziert darstellt. Auch die Entwicklung im
Bereich Glas lässt eine langsame Verbesserung des Investitionsklimas erhoffen.
Der Umsatz der Division Industrial lag im 1. Quartal 2011 mit EUR 144,6 Mio
sowohl über dem Umsatz des 4. Quartals 2010 von EUR 135,4 Mio als auch über dem
Wert des 1. Quartals 2010 von EUR 117,3 Mio. Das EBIT im 1. Quartal betrug EUR
15,8 Mio, die EBIT-Marge kam bei 10,9% nach 14,8% im Vorquartal zu liegen. Auch
hier schlägt sich neben dem leicht unter dem Margendurchschnitt der Division
verstärkten Glasumsatz die starke USD-Veränderung negativ nieder.
Division Rohstoffe
Die Division Rohstoffe erzielte im 1. Quartal 2011 einen Umsatz von EUR 50,6 Mio
nach EUR 37,1 Mio in der Vorjahresperiode. Ursache für den Anstieg war die
deutlich höhere konzerninterne Nachfrage. Das EBIT betrug im Berichtsquartal EUR
7,3 Mio, was gegenüber dem 1. Quartal 2010 eine Steigerung von 247,6% bedeutet
und einer EBIT-Marge von 14,4% entspricht. Das EBIT der Division beinhaltet den
Ertrag aus dem Verkauf eines Grundstücks in Höhe von EUR 1,9 Mio.
Investitionsprogramm 2011
RHI wird im Jahr 2011 rund EUR 130 Mio in das Werk in Brasilien, in das
Rohstoffwerk in Norwegen, in einen vierten Tunnelofen in China und in andere
kleinere Projekte investieren.
Ausblick
RHI erwartet für das 2. Quartal weiter steigende Umsätze in der Division Stahl
und eine ähnlich gute Geschäftsentwicklung in der Division Industrial. Im 2.
Halbjahr rechnet RHI aufgrund der Wettbewerbssituation in der Division Stahl mit
einer Umsatzverflachung. Die Umsätze der Division Industrial sollten dem hohen
Niveau des 1. Halbjahres entsprechen. Die im vergangenen Jahr initiierten
Preiserhöhungen in der Division Stahl sowie der höhere Anteil des Industrial
Geschäftes werden sich über das Jahr positiv auf die Marge auswirken.
Der Konzernzwischenabschluss zum 01.04.2011 sowie die Onlineversion des
Quartalsfinanzberichts stehen auf der RHI Website www.rhi-ag.com zur Verfügung.
Rückfragehinweis:
RHI AG
Investor Relations
Mag. Barbara Potisk-Eibensteiner
Tel: +43-1-50213-6123
Email: barbara.potisk@rhi-ag.com
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Sprache: Deutsch
EAX0021 2011-05-12/08:05
Autor: 50213-6130
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