Letztes Update am 19.07.2012, 08:00
Toter bei Aufstand in indischer Autofabrik.
Mit täglich 12.000 Pkw ist Maruti Suzuki größter Autohersteller Indiens. Nun rebellierten die Arbeiter, wütete ein Feuer. Es kam zu Festnahmen, die Bänder stehen still.
Mehr als 40 weitere Menschen seien verletzt worden, als die Angestellten eines Werks in der Nähe der Hauptstadt Neu-Delhi gewaltsam gegen Manager der Fabrik vorgegangen seien.
Das Todesopfer sei in einem Konferenzraum verbrannt. Es habe bisher nicht identifiziert werden können, sagte der Unternehmensvertreter. Unter den Verletzten befänden sich Produktionsarbeiter und Führungskräfte.
Die Arbeit in dem Werk wurde demnach vollständig eingestellt. In einer offiziellen Mitteilung des Unternehmens hieß es zunächst nur, Arbeiter hätten in dem Werk Feuer gelegt, Büroräume verwüstet und weiteren Sachschaden angerichtet.
Maruti Suzuki (Im Bild: Indien-Chef R.C. Bhargava) gehört zur japanischen Suzuki-Gruppe und ist der größte Autohersteller Indiens.
Nach Unternehmensangaben begannen die Auseinandersetzungen, nachdem ein Mitarbeiter einen Vorgesetzten geschlagen hatte. Kollegen des Angreifers hinderten Vertreter des Managements daraufhin gewaltsam, nach der Arbeit das Gebäude zu verlassen.
In der Nacht nahm die Polizei nach eigenen Angaben etwa 80 Mitarbeiter des Werks fest. Bei dem Einsatz in der Fabrik seien neun Polizisten verletzt worden.
Das Werk liegt etwa 50 Kilometer von Neu-Delhi entfernt.
Etwa 2000 Mitarbeiter produzieren dort täglich rund 12.000 Autos. Jedes zweite in Indien verkaufte Auto stammt von Maruti Suzuki.
Wie dieses Bild vom Oktober 2011 zeigt, steigen die Arbeiter immer wieder auf die Barrikaden...
... Medien werden dabei von Unternehmensseite nicht gerne gesehen: Hier zieht ein Mitarbeiter mit Kalk eine Linie, hinter der die Journalisten bleiben müssen. (Bild: Juni 2011)
(APA/sho)
Erstellt am 19.07.2012, 07:36