Letztes Update am 20.06.2012, 16:04
Frauenförderung gut und schön, aber Parteipolitik hat immer noch Vorrang.
Die durchaus engagierte Frauenministerin hat also die nächste Förderinitiative gestartet, assistiert von männlichem Power-Potenzial. Alles sehr löblich, doch die Realität sieht in Österreich immer noch anders aus.
Praktischer Anschauungsunterricht dazu wird derzeit am Wiener Arbeitsmarktservice geprobt. Weil die mit Abstand am besten qualifizierte Kandidatin für den Chefsessel der Wiener SPÖ und Gewerkschaftsbossen nicht in ihre Pläne passt, muss sich die Bewerberin seit Monaten Intrigen und Desavouierungen gefallen lassen. Ähnliches spielte sich auf tiefem Niveau beim AMS Burgenland ab. Nächstes Beispiel gefällig? Der ÖBB-Chef unterstützt die Frauenministerin und hat im eigenen Haus bereits ein Förderprogramm aufgesetzt.
Eine Managerin, die sich für eine Aufsichtsratsposition bei einer Bahn-Tochter bestens qualifiziert hatte, brachte selbst er nicht gegen den politischen Willen der zuständigen Infrastruktur-Ministerin durch.
Wenn’s um den Einfluss von Parteipolitik und um den Zugang zu Macht und Geld geht, sind alle Lippenbekenntnisse schnell vergessen. Da wird auf Frauenförderung gepfiffen.
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