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KURIER

Letztes Update am 24.05.2012, 19:54

"Steirisches Kernöl" stammt oft aus China. Der Verein für Konsumenteninformation hat die Speiseöle getestet - nur 13 von 30 Proben stammten tatsächlich aus der Steiermark.

Ein hoher Preis ist nicht automatisch ein Indikator für österreichische Herkunft", sagt Birgit Beck vom Verein für Konsumenteninformation (VKI). Auch Auslobungen wie "pur" und "rein" würden im Grunde wenig aussagen. Die Konsumentenschützer haben 30 Kürbiskernöle unter die Lupe genommen und festgestellt, dass nur 13 davon mit Sicherheit gänzlich aus Österreich stammen. Sechs Hersteller beziehen ihre Kerne definitiv nicht aus Österreich, sondern mit großer Wahrscheinlichkeit aus China, wo diese um rund 40 Prozent billiger bezogen werden können. Beliebt ist zudem Russland, das ebenfalls um 20 bis 40 Prozent billigere Kerne auf den Markt wirft als die heimischen Bauern. Bei elf Produkten kamen die Kerne zumindest teilweise aus dem Ausland.

Ins Visier der Tester gerieten auch drei Produkte mit dem g.g.A.-Siegel (geschützte geografische Angabe), darunter die Handelsmarken "Billa" und "Echt Bio" von Rewe sowie Pelzmann. Das Siegel garantiert eigentlich den Anbau der Kerne in Österreich, das Pressverfahren vor Ort sowie die Art des verwendeten Kürbis. Die Herkunft der Öle ist in diesen drei Fällen aber nicht eindeutig belegbar, so der VKI. Eine rein österreichische Herkunft könne jedenfalls ausgeschlossen werden.

"Wir dulden keine schwarzen Schafe und werden diesen Verdacht nachgehen", kündigt Andreas Cretnik von der Gemeinschaft Steirischer Kürbiskernöle g.g.A., eine Sonderprüfung an. Er wolle seinen Mitgliedsbetrieb nicht vorverurteilen.

Ausländische Öle seien zwar nicht gesundheitsgefährdend, aber ihnen fehle die nussige Note, so Beck. Echt steirisches Kürbiskernöl könne man auch daran erkennen, dass es dunkel und zähflüssig ist. Bei den aktuellen Rohstoffpreisen ist es laut Beck kaum möglich, ein österreichisches Kürbiskernöl unter 20 Euro pro Liter zu pressen. Das billigste Öl im Test kostete übrigens zwölf Euro.

(Kurier) Erstellt am 24.05.2012, 14:55

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