Letztes Update am 01.06.2012, 15:33
Mitterlehner verzichtet zu Recht auf eine amtliche Regulierung der Spritpreise.
Die Autofahrerclubs loben die Spritpreisverordnung von Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner, weil sie selbst gefordert haben, was der Politiker jetzt umsetzt. Mitterlehner ist auch dafür zu loben, dass er für ein Regierungsmitglied ungewöhnlich offen zugibt, dass der Schritt am eigentlichen Übel nichts ändern wird.
Das Spiel ist ja bekannt: Momentan sinken die Ölpreise wegen der Konjunktursorgen ziemlich deutlich. Und vor allem stärker als die Preise für Benzin und Diesel an den Zapfsäulen. Auch umgekehrt funktioniert das: Der Preis für Rohöl steigt und der Preis für das Endprodukt Benzin steigt überproportional. In beiden Fällen verdienen sich die Mineralölfirmen ein Körberlgeld.
Daran wird sich nichts ändern, nur weil die Spritpreise rund um Feiertage oder den Ferienbeginn für einige Tage "eingefroren" werden. Aber dieses System ist immer noch besser als eine amtliche Preisregelung. Sonst müsste der Staat beispielsweise auch Hotelpreise oder Flugtarife festlegen. Auch diese Preise steigen zu Ferienbeginn wegen hoher Nachfrage. Da ist uns Wettbewerb und freie Marktwirtschaft schon lieber.
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