René Benko investiert nun in Kindergärten

René Benko
Foto: KURIER/Gnedt Immo-Investor René Benko betreibt in Deutschland u.a. die Handelskette Karstadt und errichtet nun auch Kindertageseinrichtungen

In Köln, Bonn, Düsseldorf und Münster wird Immo-Tycoon 150 Kindertageseinrichtungen, kurz Kitas, bauen.

Der Tiroler Immobilienentwickler René Benko ist immer für eine Überraschung gut. Am vergangenen Freitag hat seine Signa-Gruppe die Signa KidInvest Development AG ins Firmenbuch in Innsbruck eintragen lassen. Grundkapital: eine Million Euro. Alleinaktionär ist die Signa Property Funds Deutschland AG. Der Geschäftszweck ist der Betrieb von Kindergärten, Horten, Pflegeeinrichtungen und Studentenheimen. Im Mittelpunkt steht vor allem die Errichtung von Kindertageseinrichtungen, kurz Kitas genannt, in Deutschland.

Denn: Seit August 2013 hat jedes Kind in Deutschland ab dem ersten Geburtstag einen Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz. Nur hat diese Regelung in vielen Städten zu einem akuten Notstand an freien Kita-Plätzen geführt.

ChristophStadlhuber_SIGNA.jpg Foto: (c) SIGNA Signa-Geschäftsführer Christoph Stadlhuber "Allein in Köln geht man von einem aktuellen Bedarf von mehr als 100 neuen Kitas aus, insgesamt werden dort rund 3000 zusätzliche Plätze benötigt", sagt Signa-Geschäftsführer Christoph Stadlhuber zum KURIER. "Wir tragen dazu bei, den sehr hohen Bedarf an Kitas künftig in Deutschland zu lindern."

So wird Benkos Signa in den nächsten Jahren mindestens 150 Kitas in Köln, Bonn, Düsseldorf und Münster errichten. Dafür wurden bereits erste Liegenschaften mit bis zu 2500 Quadratmetern Grundfläche erworben. Der Kauf von weiteren 30 Grundstücken wird derzeit geprüft. Die kindgerechten Gebäude werden in Holz-Bauweise errichtet. Nach Erteilung der Baugenehmigung beträgt die Kernbauzeit laut Signa nur 16 Wochen, da vorgefertigte Bauteile eingesetzt werden.

382.JPG Foto: (c) SIGNA Innenansicht eines Kita-Projektes Bereits 13 Kita-Projekte werden in Kürze fertiggestellt. Signa vermietet diese für mindestens 20 Jahre an gemeinnützige Betreiber – das können Vereine oder private Kindergärten sein. Bedingung dabei ist, dass diese Kindergarten-Betreiber in Deutschland als sogenannte "Träger der freien Jugendhilfe" anerkannt sind. Dann werden ihnen die Mietzahlungen für die Kindertageseinrichtungen in voller Höhe von der öffentlichen Hand, unter anderem von den deutschen Kommunen, erstattet.

353.JPG Foto: (c) SIGNA Außenansicht eines Kita-Projektes von Signa "Es ist eine win-win-win Situation für alle Beteiligten.Die Familien und Kinder profitieren von den modernen Einrichtungen, wir als Unternehmen kommen unserer sozialen Verantwortung nach und können Mehrwert schaffen", sagt Stadlhuber zum KURIER. "Und die Kommunen haben mit uns einen verlässlichen Partner, der für sie die Kitas baut."

(kurier) Erstellt am
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