Wirtschaft Puma: Die Legenden der Raubkatze Diskussion Weitere Artikel Letztes Update am 26.07.2012, 14:50 Bildergallerie drucken An Instapaper senden Puma: Die Legenden der Raubkatze. Von Jesse Owens bis Usain Bolt: Ein Rückblick auf die Ikonen des deutschen Sportartikel-Herstellers. Vollbild Zurück Bild von / Weiter Schliessen Vollbild Die große Nebenfront von Olympia in London ist der Kampf der Sportartikelhersteller. Nike und Adidas heißen die großen Rivalen, der Dritte im Bunde Puma hinkt stets etwas hinterher. Die Firma mit der Raubkatze im Logo setzt vor allem auf die Strahlkraft von Sprint-Superstar Usain Bolt - ein bewährtes Rezept, wie folgender Rückblick zeigt. Es waren einmal zwei Brüder, die erzeugten in einer Kleinstadt bei Nürnberg Sportschuhe: Rudolf und Adolf "Adi" Dassler. Es dauert nicht lange, da tragen bald viele Sportler die Schuhe "made in Herzogenaurach", zum Beispiel bei den Olympischen Spielen 1928 in Amsterdam. Im Bild: Die 1924 gemeinsam gegründete Schuhfabrik Dassler. Der finale Duchbruch gelingt dem Sportschuhfabrikanten bei den Olympischen Spielen 1936. Sieben Goldmedaillen, fünf Bronzemedaillen sowie zwei Welt- und fünf Olympia-Rekorde holen die von Dassler ausgestatteten Athleten. Allein der US-amerikanische Leichtathlet Jesse Owens (im Bild) holt viermal Gold. Doch dann kommt es zum Streit, die Brüder hatten sich nach dem Zweiten Weltkrieg auseinandergelebt. Rudolf (rechts im Bild) gründet 1947 Puma, sein jüngerer Bruder Adolf Adidas. Die Rivalität der beiden Firmen besteht bis heute. Mit Zähneknirschen muss Rudolf Dassler zusehen, wie die deutsche Fußball-Nationalmannschaft 1954 mithilfe der Erfindung seines jüngeren Bruders Adi den WM-Titel gewinnt. Dabei war es eigentlich Rudolf, der den Schraubstollenschuh als erstes auf den Markt gebracht hatte. Im Bild: Schraubstollenschuh "Puma 1954" Doch Puma schlägt zurück: Bei den Olympischen Spielen 1960 in Rom holt der deutsche Leichtathlet Armin Hary Gold über die 100 Meter. Zwei Jahre später holt Pele mit der brasilianischen Fußballnationalmannschaft den WM-Pokal – wie schon beim Triumph der "Selecao" vier Jahre zuvor in Schweden in Puma-Schuhen. Bei der Fußball-WM 1966 in England wird erstmals der legendäre "Puma King"-Fußballschuh der Weltöffentlichkeit vorgestellt – und zwar vom portugiesischen Superstar Eusebio, der später zum Torschützenkönig und „Spieler des Turniers“ gekürt wird. Bei der Fußball-WM 1982 in Spanien trägt erstmals die spätere argentinische Fußballlegende Diego Maradona Puma-Schuhe an seinen Füßen. Olympia 1984 in Los Angeles wird für Puma-Athletin Evelyn Ashford zum großen Erfolg: Die US-Amerikanerin holt zwei Goldmedaillen über die 100 Meter und im 4-mal-100-Meter-Staffellauf. 1985 gewinnt der 17-jährige Boris Becker als jüngster Spieler aller Zeiten das Tennis-Turnier in Wimbledon. Schuhe und Racket stammen von Puma. Ein Jahr später geht Puma an die Börse. 2004 wird Puma der offizielle Rennschuh-Ausstatter von Formel-1-Pilot Michael Schumacher. 2006 gewinnt mit Italien zum ersten Mal ein von Puma ausgestattes Team die Fußball-WM. 16. August 2009 in Berlin: Erstmals läuft ein Mensch die 100 Meter unter 9,6 Sekunden – Leichtathlet Usain Bolt wird daraufhin zum absoluten Superstar und zum Aushängeschild von Puma. Auch bei Olympia 2012 setzt der Sportartikelhersteller große Stücke auf den Fabelsprinter aus Jamaika. Die Geschäftszahlen lassen bei der Firma nämlich zu wünschen übrig: Nach einem herben Gewinneinbruch im ersten Halbjahr kämpft der Sportartikelhersteller damit, seine Kosten wieder in den Griff zu bekommen. Sorgen macht der Tochter des französischen Luxusgüter-Konzerns PPR vor allem der Umsatzrückgang im klassischen Sportbereich, inklusive Sportschuhen. Ein neuerlicher Triumphzug von Bolt in London käme da gerade recht - und könnte eine neue Puma-Legende schaffen. (apa, jt) Erstellt am 26.07.2012, 13:42 Stichworte: › Olympia › Olympische Spiele › Usain Bolt Diskussion Kommentare aktualisieren Weitere Artikel zum Thema Sportmix Große Erwartungen an Usain Bolt Lamine Diack, der Präsident des Internationalen Leichtathletik-Verbandes (IAAF), traut Fabelsprinter Usain Bolt eine 100-m-Zeit von 9,4 Sekunden zu. Sportmix Große Erwartungen an Usain Bolt Lamine Diack, der Präsident des Internationalen Leichtathletik-Verbandes (IAAF), traut Fabelsprinter Usain Bolt eine 100-m-Zeit von 9,… Sportmix Usain Bolt startete mit Staffelsieg in die Saison Ganz locker ist Superstar Usain Bolt in die Leichtathletik-Freiluftsaison gestartet. Sportmix Bühne frei für Superstar Bolt Usain Bolt macht über 100-Meter Jagd auf die WM-Goldmedaille. Der Jamaikaner vertraut auf die Kraft der Süßkartoffel. Sportmix Usain Bolt erneut 100-Meter-Olympiasieger Usain Bolt bleibt der schnellste Mann der Welt. Der 25-jährige Jamaikaner triumphierte am Sonntagabend in London im Olympia-Finale …
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