Produktion von gentechnikfreiem Soja wird massiv ausgebaut

Soja;
Foto: KURIER /Semotan Rudolf

Donauregion: Der Versuch, eine gentechnikfreie Alternative bei den Tierfutterimporten aufzubauen, zeigt erste Erfolge.

Die Initiative Donau-Soja hat ein Qualitätssicherungssystem aufgebaut und Verträge mit Bauern aus dem Donauraum abgeschlossen. Heuer werden laut Schätzung von Matthias Krön, Obmann des Vereins Donau-Soja, zwischen 70.000 und 80.000 Tonnen zertifiziertes, gentechnikfreies Soja erzeugt. Allein in Österreich ist die Anbaufläche von Soja um 4400 Hektar gestiegen.

Für das Jahr 2014 rechnet Krön mit einem deutlichen Zuwachs der Soja-Produktion auf insgesamt 250.000 Tonnen. Das ist fast die Hälfte des Jahresverbrauchs in Österreich. Allerdings wird das gentechnikfrei Soja auch in anderen Ländern verfüttert.

Größter Importeur

Die EU ist nach wie vor einer der weltweit größten Importeure von eiweißhaltigen Pflanzen für die Tierfütterung. Etwa 23 Millionen Tonnen Sojaschrot und 12,5 Millionen Tonnen Sojabohnen werden jährlich zugekauft. Das Futtermittel kommt vor allem aus Südamerika und ist gentechnisch verändert.

Die Initiative Donau-Soja möchte die Importabhängigkeit verringern. „Wir wollen in einigen Jahren eine Eigenversorgung aus der Donauregion möglich machen“, definiert Krön das Ziel.

Dafür sind noch einige Anstrengungen notwendig. Denn Soja steht im direkten Wettbewerb mit anderen Nutzpflanzen. Beim Mais ist es durch Züchtungen gelungen, den Ertrag im Laufe der Jahre massiv anzuheben. Um die Konkurrenzfähigkeit von Soja zu verbessern, muss durch gezielte Züchtung der Eiweißgehalt angehoben werden. Daher wurde ein internationales Forschungsprogramm gestartet. Krön: „Es ist uns gelungen, die wesentlichen Züchter zusammenzubringen.“

(kurier) Erstellt am
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