Letztes Update am 06.10.2012, 12:10
Das Interesse, Versicherungszeiten für einen früheren Pensionsantritt zu erwerben, hat zuletzt deutlich zugenommen – trotz kräftiger Kosten.
Das Interesse, Versicherungszeiten nachzukaufen, um früher in Pension zu gehen, hat in letzter Zeit wieder stark zugenommen – und das, obwohl ein Monat inzwischen an die 1000 Euro kostet.
Beatrix Böhm von der Pensionsversicherungsanstalt sagte im Ö1-Morgenjournal: "2012 haben wir wieder einen regeren Andrang. Das ist auch darauf zurückzuführen, dass die Anspruchsvoraussetzungen bei der Korridorpension und der vorzeitigen Alterspension bei langer Versicherungsdauer geändert wurden". Konkret heißt das, man braucht mehr Versicherungsjahre, damit man in diese Form der Frühpension gehen kann.
Besonders stark war der Anstieg vor etwa zwei Jahren, kurz bevor die Preise für den Nachkauf deutlich angehoben wurden. Im Vergleich zu 2009 hatten sich die Zahlen fast vervierfacht, 60.000 Personen stellten einen Antrag.
Preissprung
Nach diesem Boom und der Verteuerung von gut 300 Euro (Schulzeit) beziehungsweise 600 Euro (Studienzeit) auf mindestens knapp 960 Euro pro Versicherungsmonat ging die Nachfrage drastisch zurück. Umso mehr, als Personen, die vor 1955 geboren sind, beim Nachkauf seitdem einen Risikozuschlag entrichten müssen, der kräftig ausfallen kann.
Böhm im Ö1-Journal: "Im Jahr 2011 hatten wir in den ersten Monaten einen totalen Einbruch zu verzeichnen. Bis August gab es dann 2.800 Anträge."
Heuer sei das Interesse aber wieder deutlich gestiegen, sagt Böhm. Möglich ist der Nachkauf von Schul- und Studienzeiten für insgesamt neun Jahre. Laut Böhm wägen die Interessenten genau ab: "Die meisten kaufen dann so viele Versicherungsmonate nach, um einen Anspruch zu erwerben. Andere wieder wollen sich dadurch eine höhere Pension erwerben."
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