Letztes Update am 10.08.2012, 17:13
Die US-Justiz schont Goldman Sachs und verbeißt sich bei EU-Banken.
Viele EU-Politiker können die guten Ratschläge aus Amerika, wie die Euro-Krise denn mit ein paar Extra-Milliarden rasch zu lösen sei, schon nicht mehr hören. Dazu passt die These, dass in Wirklichkeit eine Art Wirtschaftskrieg um die Vorherrschaft des US-Dollar geführt wird und der Dauer-Verweis auf die Schwächen Europas nur der Ablenkung vom eigenen Versagen dient.
Diese Sicht der Dinge untermauern auch Fälle aus dem Justizbereich. Die US-Behörden zeigen echte Härte im Verfolgen von EU-Banken, während sie die "Bankster" im eigenen Land sanft bis gar nicht beamtshandeln. Der jetzt erfolgte Quasi-Freispruch für Goldman Sachs ist für die Aufarbeitung der Finanzkrise alles andere als dienlich. Das Wegschauen bei "dreckigen Geschäften" wird durch laxe Gesetze erleichtert, für die die US-Banken jahrelang erfolgreich lobbyiert haben, oder weil sie aktuell den US-Wahlkampf sponsern. Dazu muss man kein großer Verschwörungstheoretiker sein.
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