Mehr Geld für Anleger und ein Aktiensplit

Flughafen Wien-Schwechat
Foto: KURIER/Jeff Mangione Obwohl Flüge in Krisengebiete eingestellt wurden, schreibt der Flughafen Wien einen Rekordgewinn

Rekordgewinn trotz Krise: Ein Fünftel der Einnahmen kommt nicht aus dem Kerngeschäft.

Wer einmal 4,70 Euro für eine Stunde parken am Flughafen Wien gezahlt hat, hat sich wohl auch gefragt, wie viel der Flughafen allein mit seinen Parkplätzen einnimmt. Im Vorjahr waren es rund 42 Millionen Euro. Die Parkhäuser am Flughafen sind alle im Besitz der Flughafen AG und werden auch von ihr vermietet. Im Vorjahr sind die Einnahmen um 3,5 Prozent gestiegen. Damit macht der Flughafen ein Drittel des Non-Aviation-Geschäfts (dazu zählt alles, was nicht direkt mit dem Flugbetrieb zu tun hat) mit der Vermietung von Parkplätzen.

Dazu kommen die Umsätze aus der Vermietung von Geschäftsflächen an Händler und Gastronomiebetriebe (rund 46 Millionen Euro) sowie die Einnahmen durch die Vermietung von Büros, Lagerhallen oder auch Werbeflächen (knapp 40 Millionen). In all diesen Bereichen sieht der Flughafen noch Luft nach oben. Etwa mit der Eröffnung des zweiten Flughafenhotels 2016 oder mit einem neuen Bürokomplex. Derzeit sind 230 Unternehmen mit insgesamt 20.000 Mitarbeitern am Flughafen eingemietet. Flughäfen rund um den Globus setzten aufs Non-Aviation-Geschäft. In Schwechat macht es bereits ein Fünftel des Gesamtumsatzes aus. Tendenz weiter steigend.

Obwohl 2015 kein leichtes Jahr für die Luftfahrtindustrie war – Airlines stellten Flüge in Krisengebiete ein, Streiks legten den Betrieb lahm – fuhr der Flughafen Wien einen Rekordgewinn ein. Das Nettoergebnis stieg um 21,8 Prozent und durchbrach erstmals die 100-Millionen-Grenze. Auch für 2016 zeigte sich das Unternehmen positiv: Bei einem angenommenen Passagierwachstum von bis zu zwei Prozent wird ein Umsatz von mehr als 675 Mio. Euro (2015: 654,4 Mio. Euro) erwartet, der Nettogewinn sollte heuer auf mehr als 105 Mio. Euro steigen.

Aktiensplit geplant

Die Dividende soll von 1,64 auf 2 Euro pro Aktie erhöht werden. Weil die Aktie mittlerweile der teuerste Titel im ATX ist, ist ein Aktiensplit im Verhältnis 1:4 geplant.

(kurier) Erstellt am
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