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KURIER
Hannes Jagerhofer war mit "checkfelix" erfolgreich, "checkrobin" soll folgen.
Hannes Jagerhofer war mit "checkfelix" erfolgreich, "checkrobin" soll folgen. - Foto: APA/HERBERT NEUBAUER

Letztes Update am 24.02.2013, 12:56

Jagerhofer macht Post Konkurrenz . "Checkrobin.com" vermittelt private Autofahrer, die Pakete entgeltlich für andere transportieren.

Unternehmer Hannes Jagerhofer wendet sich einem neuen Projekt zu und will künftig der Post Konkurrenz machen. Am Montag startet er die Testversion der Plattform "Checkrobin.com". Diese bietet Autofahrern die Möglichkeit, auf ihrer Route Gegenstände aller Art für andere entgeltlich zu transportieren. "Ab morgen suchen wir Fahrer, in drei, vier Wochen soll die Alpha-Version starten", bestätigte Jagerhofer einen Bericht des Trend. Eine Million Euro investiert er, nach drei Jahren soll der Turnaround geschafft sein.

Los geht das Projekt auf der Südstrecke zwischen Wien und Villach in Kärnten. Täglich würden 49.000 Fahrzeuge auf den Südstrecken hin- und zurückfahren, so Jagerhofer. "Zu 90 Prozent sind die Autos bis auf den Fahrer fast leer - also gilt es die leeren Kubikmeter auch im Sinne der Umwelt zu nutzen." Es liege im Trend, dass die "Crowd" beginne, sich selbst zu organisieren, auch wegen der hohen Spritkosten sei man mit der Idee "am Puls der Zeit".


Rund 15 Euro Entgelt

Zusätzlicher Vorteil sei die potenzielle Verfügbarkeit an sieben Tagen in der Woche 24 Stunden am Tag. Eine Fahrt von Wien bis Kärnten soll den Paket-Versender rund 15 Euro kosten. Der Betrag entstehe über eine Grundgebühr und die Streckenlänge. Er erhöhe sich, wenn der Fahrer - in vielen Fällen wohl Pendler -  das Paket direkt vom Sender abholt. Umgekehrt kann der Sender das Paket auch zum Fahrer bringen, um etwas günstiger davonzukommen.

Das Paket soll auf der Südstrecke nach spätestens sechs Stunden an Ort und Stelle sein. An sein Unternehmen werde pro Lieferung eine "Vermittlungsgebühr im überschaubaren Bereich" fließen, sagte Jagerhofer. Ein Extra-Service sei eine SMS an den Paket-Empfänger, die 30 Minuten vor der Paket-Ankunft verwendet wird. "Man muss also nicht etwa einen ganzen Vormittag zu Hause bleiben, um eine Sendung übernehmen zu können". Eine Versicherung für das Paket ist möglich, aber kein Muss, sagt Jagerhofer. Für dieses Service kooperiere er mit einem Versicherungsunternehmen. Auch werde es Applikationen für Smartphones geben.

Im Jahr 2005 gründete Hannes Jagerhofer die erfolgreiche Reisesuchmaschine checkfelix.com, die er 2011 an den großen US-Anbieter Kayak weiterverkaufte. Seit 2009 veranstaltet der Kärntner mit der „YPD Challenge“ ein Online-Game, bei dem Schüler und Studenten um Ferialpraktika-Stellen bei renommierten heimischen Firmen wettstreiten.

(apa/aho ) Erstellt am 24.02.2013, 12:56

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