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KURIER
Foto: APA/FEHIM DEMIR

Letztes Update am 20.02.2013, 06:00

Raiffeisen mistet Beteiligungen aus. Die Raiffeisen-Holding setzt den Sparstift an.

Der seit neun Monaten im Amt befindliche Chef der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien, Klaus Buchleitner, der auch die Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien leitet, sieht speziell das Beteiligungsreich in einer Konsolidierungs- und Sanierungsphase. Börsengänge machten derzeit keinen Sinn. Und Zukäufe nur dann, wenn es besondere Schnäppchen gebe. Dazu zählt Buchleitner die verstaatlichten Problembanken aber dezidiert nicht.

KLAUS BUCHLEITNER IM KLUB DER WIRTSCHAFTSPUBLIZIST
Klaus Buchleitner, Raiffeisen-Holding und RLB NÖ-Wien. - Foto: APA/HELMUT FOHRINGER
Die Verluste des zwischenzeitlich verkauften Außenwerbers EPA Media und jene der NÖM in Großbritannien belasten das Ergebnis der Holding für 2012 mit „wenigen Millionen Euro“. Dennoch: Trotz des „operativ sehr gut“ laufenden Geschäftes steigt Buchleitner daher heuer und 2014 in verschiedenen Sparten auf die Kosten- und Investitionsbremse (z.B. erneuerbare Energien, Immobilien) und hofft weiter auf die Sanierbarkeit des NÖM-Auslandsengagements. Die Aufräumarbeiten sollen jedoch ohne Mitarbeiterabbau gelingen und haben zum Ziel, die Rentabilität kräftig zu erhöhen.


Rendite zu gering

In den letzten Jahren lag das durchschnittliche Jahresergebnis in der Holding laut Buchleitner bei jeweils 50 bis 60 Millionen Euro. Das Mittelfrist-Ziel laute, das Ergebnis um ein Drittel zu steigern.

Zur Raiffeisen-Gruppe gehören auch Medienbeteiligungen wie jene am KURIER. Gebündelt sind diese Beteiligungen in der „Medicur“ (Eigentümer: Raiffeisen-Holding, RZB). Unterm Strich gehört der KURIER zu rund 50,56 Prozent zu Raiffeisen und zu 49,44 Prozent zur deutschen WAZ-Gruppe.

Kapital ausreichend

In der Landesbank freut sich Buchleitner über Marktanteilsgewinne und ein kräftiges Wachstum des Kreditgeschäftes. Interne Simulationen über die Auswirkungen der neuen Eigenkapitalvorschriften („Basel III“) zeigten, dass das Kernkapital und das gesamte Eigenkapital der RLB NÖ-Wien mit 9,9 bzw. 15 Prozent beim jeweils rund Doppelten der geforderten Werte liegen. Filialen wolle man im Gegensatz zum Mitbewerb nicht schließen. Die Zukunft im Bankgeschäft gehöre dem symbiotischen Miteinander von Smartphones, Internet und Filialen. „Wir verfolgen ein Omni-Channel-Konzept“, so Buchleitner.

(kurier) Erstellt am 20.02.2013, 06:00

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