Letztes Update am 24.05.2012, 09:37
Wer vom Facebook-Börsengang profitiert.
Es ist der größte Internet-Börsengang aller Zeiten, die Aktien sind heiß begehrt. Wer am Kuchen kräftig mitnascht.
Der Börsengang von Facebook war der größte in der Geschichte der Technologie-Branche und...
... hat Gründer Mark Zuckerberg sowie frühe Investoren und Mitarbeiter steinreich gemacht. Dies liegt allerdings nicht in der Performance der Aktie begründet, die die Anlieger bisher enttäuschte.
Verdient habe die Profiteure in erster Linie schlicht und einfach vom Verkauf ihrer Anteile an die Anleger.
Die wichtigsten Profiteure im Überblick:
Mark Zuckerberg: Der Facebook-Gründer hält derzeit 533,8 Mio. Aktien, wird sich aber von 30 Millionen trennen, um Steuern zu bezahlen. Sein verbliebener Anteil wäre bei 35 Dollar je Aktie rund 17,6 Mrd. Dollar (13,41 Mrd. Euro) wert. Zudem wird er auch nach dem Börsengang fast 60 Prozent der Stimmrechte kontrollieren.
Dustin Moskovitz: Dieser junge Mann hatte das Glück, sich das Zimmer im Harvard-Studentenwohnheim mit Mark Zuckerberg zu teilen. Er wurde zu einem Mitstreiter in der Anfangszeit von Facebook. 2008 verließ er das Unternehmen behielt aber seinen Anteil und will sich auch beim Börsengang nicht davon trennen.
Die beiden anderen Mitgründer Eduardo Saverin und Chris Hughes (Bild) werden im SEC-Dokument nicht namentlich genannt, aber auch sie dürften ordentlich absahnen. Die Webseite "Who owns Facebook?" schätzte Saverins Anteil vor dem Börsengang auf 3,4 Mrd. Dollar und Hughes` Aktienpaket auf 850 Million Dollar.
Accel Partners: Die Investmentfirma war durch ihren Partner James Breyer (Bild) unter den ganz frühen Facebook-Geldgebern - und das zahlt sich jetzt aus. 2005 stecke Accel 12,7 Mio. Dollar in das damals noch winzige Online-Netzwerk.
Juri Milner: Der russische Internet-Investor kam mit seiner Firma "Digital Sky Technology DST relativ spät bei Facebook an Bord und musste entsprechend einige hundert Millionen Dollar lockermachen.
Sean Parker: Einst war er an der Musiktauschbörse Napster beteiligt und galt als "Bad Boy" des Silicon Valley. Doch Parker bewies ein ums andere Mal ein Gespür für gute Internet-Geschäftsideen, was ihn zum Milliardär machte. Bei Facebook war er der erste Präsident und half Zuckerberg aus der Netzwerk-Idee ein Geschäft zu machen.
Peter Thiel: Im Juli 2004 steigt der aus Deutschland stammende Hedgefonds-Manager als erster Investor in das Unternehmen ein. "Just don`t fuck it up", soll der Mittvierziger damals zu Zuckerberg gesagt haben, als er 500.000 Dollar investierte.
Sheryl Sandberg: Die Managerin, die Zuckerberg persönlich bei Google abwarb, gilt als die wichtigste Architektin von Facebooks Milliardenumsätzen.
Auch der Internetpionier Marc Andreessen (Bild, links) und seine Beteiligungsfirma Andreessen Horowitz (mit Partner Ben Horowitz, rechts) besitzen einen kleinen Teil von Facebook.
Interessantes Detail am Rande: Wäre Facebook ein Land, wäre es das bevölkerungsreichste nach China (1,34 Mrd. Menschen) und Indien (1,17 Mrd.): Mehr als 900 Millionen aktive Nutzer hat das soziale Netzwerk nach Angaben des Unternehmens.
(apa, dpa/js, sho)
Erstellt am 04.05.2012, 11:25